- 12.11.2009, 11:18:48
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AKNÖ: Einkommensanalyse
Krisenjahr 2008: Den NÖ ArbeitnehmerInnen blieb wenig in der Geldtasche
Wien (OTS) - 2008 war ein schwieriges Jahr für die Beschäftigten.
Die Finanzkrise wurde zur Wirtschaftskrise, Exporte brachen ein,
Arbeitsplätze wurden abgebaut. Zudem stiegen die Preise bei Strom und
Gas, Essen und Verkehr. Vom Lohn und Gehalt blieb nicht mehr viel
übrig. Im Gegenteil: die niederösterreichischen Arbeiternehmerinnen
und Arbeitnehmer mussten monatlich mit 20 Euro weniger auskommen. Das
zeigt die aktuelle Einkommensanalyse der NÖ Arbeiterkammer für das
Jahr 2008.
"20 Euro monatlich weniger in der Geldtasche, das bedeutet für viele
Familien, AlleinverdienerInnen und AlleinerzieherInnen eine Menge
Geld. Das ist ein Einkauf fürs Abendessen oder ein Winterpullover für
das Kind", zeigt sich AKNÖ-Präsident Hermann Haneder von der
aktuellen Einkommensanalyse betroffen.
Steuern und hohe Inflation haben Einkommenszuwächse
aufgefressen
2008 betrug das Brutto-Medianeinkommen der NÖ ArbeiternehmerInnen
1.794 Euro. Auf den ersten Blick ist es im Vergleich zum Vorjahr zu
einem Bruttoeinkommenszuwachs von +39 Euro (+2,25 Prozent) gekommen.
Doch hohe Inflation und Steuern haben die Lohn- und Gehaltszuwächse
aufgefressen. Netto und kaufkraftbereinigt hatten die nö.
ArbeitnehmerInnen ein Minus in der Geldtasche. Das Nettorealeinkommen
sank gegenüber 2007 um -20 Euro (-1,51 Prozent). Das ist der höchste
Verlust der letzten Jahre.
"Trotz den relativ guten Lohnabschlüssen 2007, die 2008 wirksam
wurden, hat die hohe Inflation einen Einkommensverlust beschert",
erklärt AKNÖ-Wirtschaftsexpertin Claudia Tschernutter und merkt an,
"wenn man weiß, dass gerade in Krisenzeiten privater Konsum zur
Stabilität der Wirtschaftslage beitragen kann, ist ein Minus nicht
gerade förderlich."
Für AKNÖ-Präsident Hermann Haneder besteht Handlungsbedarf:
"Sicherlich stehen die derzeitigen Lohnrunden im Zeichen der Finanz-
und Wirtschaftskrise. Aber es kann nicht sein, dass die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Rechnung für die Krise zahlen
sollen. Viele haben bereits durch Kurzarbeit Lohneinbußen und müssen
schauen, wie sie über die Runden kommen. Jetzt bei den
Lohnverhandlungen Daumenschrauben anzulegen, ist kein guter Weg. Ganz
im Gegenteil, die Steigerung der privaten Kaufkraft trägt zur
Stärkung der Wirtschaftslage bei. Das heißt eindeutig: Die
Beschäftigten in Niederösterreich brauchen wieder ein Plus in ihrer
Geldtasche."
Die vollständige Analyse finden Sie unter:
http://noe.arbeiterkammer.at
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Wirtschaftsexpertin MMag. Claudia Tschernutter
Tel.: 01/58883-1637
mailto:[email protected]
http://noe.arbeiterkammer.at
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