Wien (OTS) - Die Audimax-Besetzer könnten stolz auf sich sein. Ihnen ist mehr gelungen als den offiziellen Studentenvertretern, den Rektoren und der Opposition: Die Regierung gibt zusätzliche 34 Millionen; heute wird im Parlament über die Lage an den Unis debattiert; am 25. November folgt ein "Hochschul-Dialog" zur Causa. Kurzum: Es wird vielerorts über Art und Finanzierung der Bildung geredet. Dennoch sind die Initiatoren des Protests nicht bereit, die seit mittlerweile 23 Tagen okkupierten Hörsäle zu räumen. Was viel kostet und - angesichts der Platznot - jenen schadet, für die sie sich einsetzen. Und zu berechtigten Forderungen sind welche gekommen, mit denen am Thema vorbeigegangen wird. Damit verspielen diese Basisdemokraten Sympathien. Sie hätten den "Dialog" abwarten sollen, zu dem der unter Zugzwang geratene Noch-Wissenschaftsminister Hahn geladen hat. Wird das ein Arbeitskreis, der außer Sonntagsreden und vagen Absichtserklärungen nichts bringt (was zu befürchten ist), könnten die Aktionisten erneut handeln. Etwa mittels eines Volksbegehrens. Für das gäbe es wohl mehr Zuspruch als für die Dauerbelagerung von Universitäten.
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