• 11.11.2009, 16:05:10
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Raus aus dem Audimax"

Mit der Dauerbelagerung von Hörsälen werden Sympathien verspielt.

Wien (OTS) - Die Audimax-Besetzer könnten stolz auf sich sein.
Ihnen ist mehr gelungen als den offiziellen Studentenvertretern, den
Rektoren und der Opposition: Die Regierung gibt zusätzliche 34
Millionen; heute wird im Parlament über die Lage an den Unis
debattiert; am 25. November folgt ein "Hochschul-Dialog" zur Causa.
Kurzum: Es wird vielerorts über Art und Finanzierung der Bildung
geredet.
Dennoch sind die Initiatoren des Protests nicht bereit, die seit
mittlerweile 23 Tagen okkupierten Hörsäle zu räumen. Was viel kostet
und - angesichts der Platznot - jenen schadet, für die sie sich
einsetzen. Und zu berechtigten Forderungen sind welche gekommen, mit
denen am Thema vorbeigegangen wird. Damit verspielen diese
Basisdemokraten Sympathien.
Sie hätten den "Dialog" abwarten sollen, zu dem der unter Zugzwang
geratene Noch-Wissenschaftsminister Hahn geladen hat. Wird das ein
Arbeitskreis, der außer Sonntagsreden und vagen Absichtserklärungen
nichts bringt (was zu befürchten ist), könnten die Aktionisten erneut
handeln. Etwa mittels eines Volksbegehrens. Für das gäbe es wohl mehr
Zuspruch als für die Dauerbelagerung von Universitäten.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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