Innsbruck/Wien (OTS) - In der a.o. Sitzung der Bundesvertretung der ÖH vergangenen Samstag haben sich die Mandatarinnen und Mandatare von GRAS, VSSTÖ, FLÖ und teilweise auch der FEST dafür ausgesprochen, 100.000 Euro aus Rücklagen der BV den Besetzern zur Unterstützung zufließen zu lassen.
"Für alles was notwendig ist" meint Sigrid Maurer. "Das ist für unsere Studierenden zuwenig Begründung! Offensichtlich will sich die derzeitige BV - Exekutive mit diesem Betrag ein "dabeisein" erkaufen", ist Georg Haider (ÖH vetmeduni vienna) entsetzt. "Es kann nicht akzeptiert werden, dass hier einer Gruppe von Personen finanzielle Hilfe angeboten wird, welche die Mitglieder der ÖH von ihrer eigentlichen Tätigkeit abhält, nämlich dem Studieren", so Stefan Konrad ( ÖH Med Wien) weiter.
"Auch wir haben von Anfang an klar gesagt, dass einige der Forderungen unterstützenswert und sinnvoll sind. Diese Unterstützung seitens der BV gebe der Bewegung nun aber die Möglichkeit, die Hörsäle weiter zu besetzen, denn die Summe soll zur Erhaltung der Proteste verwendet werden. Und wer kommt dür die entstehenden Mehrkosten auf? Die werden indirekt über die Unis den Studentinnen und Studenten aufgebrummt. Uns stellt sich die Frage, wo das enden soll", meint Konstantin Preindl (ÖH Med Innsbruck).
"Die Proteste sind, in dieser Art und Weise, einfach für viele nicht mehr nachvollziehbar. Es ist zunehmend eine politisch motivierte Bewegung geworden. Die Bildungsfragen stehen aktuell im Hintergrund." wirft Franz Wolf (ÖH vetmeduni vienna) ein.
"Es wird eine Bewegung unterstützt, die besetzt und blockiert, die Gruppe der Studierenden, welche umgesiedelt werden muss, wird hier völlig im Regen stehen gelassen. Die BV sollte als Vertreter ALLER Studierender auch ALLE Mitglieder unterstützen. Wir sind ganz klar gegen diese Vorgehensweise als ÖH, Gruppierungen zu unterstützen, welche die gesetzliche Vertretung nicht einmal am Verhandlungstisch akzeptiert. Die Proteste haben wachgerüttelt, nun sind weitere Verhandlungen nötig, keine weiteren Besetzungen, welche dem Image der Studierenden nur schaden. Wir fordern erneut die Exekutive der BV auf, aktiv zu vermitteln und zu verhandeln", schließen die Vorsitzenden einstimmig.
"Die 100.000 Euro entsprechen den ÖH Beiträgen von knapp 6000 Studierenden, berechnet an den 15 % der Mitgliedsbeiträge, welche die Bundesvertretung erhält, betrifft dies ca. 39.600 Studierendenbeiträge. Die Studierenden werden sich bedanken", ist sich Preindl (ÖH Med Innsbruck) sicher.
Rückfragehinweis: Konstantin Preindl (ÖH MED IBK) Tel.: 0699/19017504 oeh-vorsitz@i-med.ac.at
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10.03.2010 / 21:55:51 / Kathpress
10.03.2010 / 18:14:39 / Wiener Zeitung
10.03.2010 / 16:25:02 / ÖH Medizinische Universität Graz
10.03.2010 / 16:00:01 / Moser Holding Aktiengesellschaft