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OTS0029 / 10.11.2009 / 08:39 / Channel: Politik / Aussender: ÖH a. d. Medizinischen Universität Innsbruck
Stichworte: Bildung / Finanzen / Medizin / Politik / Universitäten


ÖH Med Innsbruck, ÖH Med Wien und ÖH VetMed Wien: "Die Bundesvertretung der ÖH verschenkt das Geld der Studierenden"

Utl.: Die Hochschülerschaften an der Medizin Innsbruck, sowie Medizin Wien und Vetmed Wien distanzieren sich von dieser wahnwitzigen Idee der BV =


   Innsbruck/Wien (OTS) - In der a.o. Sitzung der Bundesvertretung
der ÖH vergangenen Samstag haben sich die Mandatarinnen und Mandatare
von GRAS, VSSTÖ, FLÖ und teilweise auch der FEST dafür ausgesprochen,
100.000 Euro aus Rücklagen der BV den Besetzern zur Unterstützung
zufließen zu lassen.
   "Für alles was notwendig ist" meint Sigrid Maurer. "Das ist für
unsere Studierenden zuwenig Begründung! Offensichtlich will sich die
derzeitige BV - Exekutive mit diesem Betrag ein "dabeisein"
erkaufen", ist Georg Haider (ÖH vetmeduni vienna) entsetzt. "Es kann
nicht akzeptiert werden, dass hier einer Gruppe von Personen
finanzielle Hilfe angeboten wird, welche die Mitglieder der ÖH von
ihrer eigentlichen Tätigkeit abhält, nämlich dem Studieren", so
Stefan Konrad ( ÖH Med Wien) weiter. 
   "Auch wir haben von Anfang an klar gesagt, dass einige der
Forderungen unterstützenswert und sinnvoll sind. Diese Unterstützung
seitens der BV gebe der Bewegung nun aber die Möglichkeit, die
Hörsäle weiter zu besetzen, denn die Summe soll zur Erhaltung der
Proteste verwendet werden. Und wer kommt dür die entstehenden
Mehrkosten auf? Die werden indirekt über die Unis den Studentinnen
und Studenten aufgebrummt. Uns stellt sich die Frage, wo das enden
soll", meint Konstantin Preindl (ÖH Med Innsbruck). 
   "Die Proteste sind, in dieser Art und Weise, einfach für viele
nicht mehr nachvollziehbar. Es ist zunehmend eine politisch
motivierte Bewegung geworden. Die Bildungsfragen stehen aktuell im
Hintergrund." wirft Franz Wolf (ÖH vetmeduni vienna) ein.
   "Es wird eine Bewegung unterstützt, die besetzt und blockiert, die
Gruppe der Studierenden, welche umgesiedelt werden muss, wird hier
völlig im Regen stehen gelassen. Die BV sollte als Vertreter ALLER
Studierender auch ALLE Mitglieder unterstützen. Wir sind ganz klar
gegen diese Vorgehensweise als ÖH, Gruppierungen zu unterstützen,
welche die gesetzliche Vertretung nicht einmal am Verhandlungstisch
akzeptiert. Die Proteste haben wachgerüttelt, nun sind weitere
Verhandlungen nötig, keine weiteren Besetzungen, welche dem Image der
Studierenden nur schaden. Wir fordern erneut die Exekutive der BV
auf, aktiv zu vermitteln und zu verhandeln", schließen die
Vorsitzenden einstimmig.
   "Die 100.000 Euro entsprechen den ÖH Beiträgen von knapp 6000
Studierenden, berechnet an den 15 % der Mitgliedsbeiträge, welche die
Bundesvertretung erhält, betrifft dies ca. 39.600
Studierendenbeiträge. Die Studierenden werden sich bedanken", ist
sich Preindl (ÖH Med Innsbruck) sicher.
Rückfragehinweis:
   Konstantin Preindl (ÖH MED IBK)
   Tel.: 0699/19017504
   oeh-vorsitz@i-med.ac.at
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