- 05.11.2009, 10:13:28
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LR Kaiser: Einnahmen aus Tabaksteuer für Prävention zweckwidmen
Vorbeugung und Aufklärung ausbauen, um Zahl jugendlicher Raucher zu senken - Ziel muss striktes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und der Gastronomie sein
Klagenfurt (OTS/LPD) - Österreich, die Insel der seligen Raucher!
Nicht nur, dass die Alpenrepublik sogar von der renommierten Los
Angeles Times als eines der letzten Raucherparadiese zweifelhafte
Werbung erhält, auch die Zahl jugendlicher Raucher nimmt immer weiter
zu. Bereits jeder vierte 15-Jährige greift regelmäßig zum
Glimmstengel - das ist in Europa leider absolute Spitze. Um diesem
gefährlichen Trend entgegenzuwirken, forderte heute, Donnerstag,
Gesundheitsreferent LR Peter Kaiser, endlich die Einnahmen aus der
Tabaksteuer gesetzlich zweckgewidmet in Aufklärung und Prävention zu
stecken.
"Der Finanzminister reibt sich Jahr für Jahr die Hände, wenn das Geld
aus der Tabaksteuer seine Kasse klingeln lässt und er damit das
Budget kosmetisch aufbessern kann", kritisierte Kaiser. 1,4
Milliarden Euro habe der Fiskus laut Statistik Austria im Jahr 2008
durch die Tabaksteuer eingenommen. 60 Millionen davon zahlen laut
heutigen Zeitungsberichten allein minderjährige Raucher.
"Ich hoffe, dass endlich auch im Finanzministerium die Alarmglocken
zu schrillen beginnen und man dort die Verantwortung gegenüber
unseren Kindern und Jugendlichen wahrnimmt. Wir müssen mit viel mehr
Engagement versuchen, sie vor den schweren gesundheitlichen Schäden
des Rauchens, die dem Staat weit mehr kosten, als die Tabaksteuer
einbringt, zu schützen", appelliert Kaiser eindringlich.
Ziel einer verantwortungsvollen Politik müsse auf jeden Fall ein
striktes Rauchverbot in sämtlichen öffentlichen Gebäuden und in der
gesamten Gastronomie sein, um damit auch die Zahl jugendlicher
Raucher zu senken. "Die Politik hat es in der Hand, die Gesundheit
der Österreicher, vor allem unserer Kinder, mit einfachen
gesetzlichen Regelungen, wie sie schon in vielen anderen Ländern
funktionieren, zu schützen. Es ist höchst an der Zeit, dass das auch
die Bundesregierung einsieht", so Kaiser abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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