- 03.11.2009, 13:51:57
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WKÖ-Hochhauser zu EU-Herbstprognose: Österreich meistert Krise besser als andere
Österreichs BIP steigt 2010/2011 stärker als EU-Durchschnitt - EU dank Lissabon-Vertrag wieder voll handlungsfähig - Brüsseler Krisenmanagement weiterhin gefordert
Wien (OTS/PWK828) - "Mit der europäischen Wirtschaft geht es
wieder deutlich aufwärts. Besonders erfreulich ist, dass Österreich
besser durch die Krise kommt als der EU-Durchschnitt", sagt Anna
Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ), anlässlich der heute veröffentlichten Herbstprognose der
EU-Kommission. Demnach wird die EU-Wirtschaft die Rezession in der
zweiten Jahreshälfte 2009 überwinden, auch wenn für das Gesamtjahr
noch ein BIP-Rückgang um rund 4 Prozent zu erwarten ist. Für die
Jahre 2010 und 2011 wird eine allmähliche Erholung mit einem
Wirtschaftswachstum von 0,75 Prozent bzw. 1,5 Prozent prognostiziert.
Österreich darf 2010 mit einem BIP-Plus 1,1 Prozent rechnen, 2011
sollen es 1,5 Prozent werden.
"Dass Österreich besser dasteht als der EU-Schnitt, ist nicht
zuletzt dem guten Krisenmanagement der Regierung zu verdanken, das in
zentralen Punkten auf Forderungen der Wirtschaft zurückgeht", so
Hochhauser. Zugleich warnt die WKÖ-Generalsekretärin davor, mit den
Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft nach den ersten guten
Nachrichten von der Konjunkturfront wieder aufzuhören: "Auch wenn das
Schlimmste überstanden ist, dürfen wir das, was passiert ist, nicht
auf die leichte Schulter nehmen. Sowohl auf europäischer Ebene wie
auch in Österreich sind weitere Schritte notwendig, damit die
Wirtschaft dauerhaft und nachhaltig auf Touren kommt." Zugleich
stellt Hochhauser fest, dass die Budgetdefizite und Staatsschulden,
die in vielen EU-Ländern aus dem Ruder gelaufen sind, dringend
zurückgeführt werden müssen, "sobald es wieder nachhaltig nach oben
geht".
In Richtung der österreichischen Regierung erneuert Hochhauser die
Forderung der WKÖ, einen Handwerkerbonus nach deutschem Vorbild
einzuführen. Dabei sollen 20 Prozent der Kosten für
Handwerkerdienstleistungen steuerlich abgesetzt werden können. "Der
Charme dieser Maßnahme ist, dass sie für den Finanzminister
kostenneutral ist", so die WKÖ-Generalsekretärin. Auf europäischer
Ebene solle ein Garantiefonds eingerichtet werden, der für nationale
und regionale Förderstellen eine Art Rückversicherung für KMU-Kredite
anbietet. "Dadurch könnte die Finanzierung von Klein- und
Mittelbetrieben, die unverschuldet in die Krise geraten sind,
deutlich erleichtert werden."
In dieser Hinsicht sei es "nicht nur erfreulich, sondern für das
Wohl der europäischen Wirtschaft von immenser Bedeutung", dass nun
auch Tschechiens Verfassungsgerichtshof grünes Licht für den
Lissabon-Vertrag gegeben hat. "Dieser Vertrag ist zwar nicht das
Optimum dessen, was sich die WKÖ gewünscht hätte. Er macht Europa
aber unbestritten demokratischer, bürgernäher und wieder voll
handlungsfähig. Gemeinsam mit dem neuen Europaparlament und der bald
neuen Kommission kann Europa nun einen Neustart in Richtung Wachstum
und Beschäftigung hinlegen." (SR/FA)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Presse Mag. Sabine Radl Tel.: Tel.: 0590900/DW 3590 mailto:[email protected] EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich Mag. Franziska Annerl Tel.: Tel.: +32/474/472594
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