• 03.11.2009, 09:44:41
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Neues Sachbuch: Von Engeln, Dämonen und Abendmahlen

Wien (OTS) - Wann, wenn nicht jetzt, wenn die Uhren umgestellt,
die Gräber besucht wurden und Dan Browns neuer Mystery-Roman
erschienen ist, hat ein Buch über Wiens geheime Codes und
verschlüsselte Botschaften Chance, mit Aufmerksamkeit zu rechnen.
Gabriele Lukacs Erkundigungen im Zwischenreich von Wien-Tourismus und
doppelbödigen Stadtalltag haben jedenfalls das Zeug dazu, auch nach
den bald beginnenden Wiener Rauhnächten interessierte Spurenleser zu
finden.

Gemeinsam mit Robert Bouchal, der als Fotograf bereits mehrere
Mystery-Sachbücher (über den Wienerwald und Wiener und
Niederösterreichische Kraftorte) effektvoll in Szene gesetzt hat,
lädt Lukacs, die im Brotberuf seit 35 Jahren Fremdenführerin ist,
gekonnt und ironiefrei dazu ein, Wiens "alten" Geheimnissen etwas
näher zu treten. Und weil Wien eben Wien ist, sind nahezu alle
Adressen fußläufig in der Inneren Stadt zu erreichen und hübsch
ausgeleuchtet hinter Vitrinen zu besehen. Die Schatzkammer lädt etwa
zu näherer Betrachtung der Heiligen Lanze, der Kaiserkrone und des
vermeintlichen Heiligen Grals ein, die Minoritenkirche bietet die
beste Kopie des "letzten Abendmahles" von Leonardo da Vinci, das
Museum der Deutschordenskirche weist auf womögliche
Templer-Geheimnisse hin. Der Stephansdom mit dem AEIOU-Rätsel auf dem
Sarkophag Friedrich III., der Geheimschrift Rudolfs des Stifters und
sonderbaren Zahlenverhältnissen in der Architektur wird von Lukacs
ebenso vorgestellt wie, fast um Dan Browns "Sakrileg" ("The Da Vinci
Code") eine besondere Leseeinladung zu hinterbringen, die
Peterskirche mit ihrer Opus Dei-Patronanz. Einzig die
Templer-Hinweise im Kahlenbergerdorf und bei Mödling machen das
Lösen eines Fahrscheins der Wiener Linien notwendig.

Knapp 190 Seiten wenn schon nicht schwerer, dann doch gut und
informativ geschriebener Mystery-Tobak hat da das Duo Lukacs /Boukal
zusammen getragen. Dass Wien neben Ballsälen, Walzer und Kaffeehaus
auch Zweideutiges und Verschwörerisches anzubieten hat, ist
grundsätzlich nicht neu. In der Literatur spielte etwa Leo Perutz
("Der Meister des Jüngsten Tages", 1923) damit, ebenso wie Heinrich
Steinfest ("Ein dickes Fell", 2006) oder jüngst das Duo Gerd
Schildddorfer und David Weiss in ihrem bemerkenswerten AEIOU-Thriller
("Ewig", 2009), der so gesehen eine aktuelle unterhaltsame Ergänzung
zu Lukacs Ausführungen darstellt. Nichtsdestoweniger fasst Lukacs,
die in Wien Wirtschaft und in Siena Kunstgeschichte studiert hat, die
"best of"-Geheimnisse Wiens lesenswert zusammen, inklusive
Freimaurerlogen, die - Absicht oder nicht ? - wiederum zu Dan Browns
jüngstem Roman führen.

Robert Bouchal/Gabriele Lukacs "Geheimnisvoller Da Vinci Code in
Wien. Verborgene Zeichen & Versteckte Botschaften", Wien 2009,192
Seiten, Euro 24, 95, Pichler Verlag, (www.ichlese.at) ISBN
978-3-85431-506-3.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) hch

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   Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
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   Mobil: 0676 8118 81082
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