• 02.11.2009, 13:34:23
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Grünewald: Pröll soll nicht Rambo spielen, sondern Mitverantwortung bei Uni-Misere übernehmen

Rüffel und Belehrungen aus der Loge sind nichts als ein Zeichen der Schwäche

Wien (OTS) - "Vizekanzler Pröll soll nicht Rambo spielen, sondern
Mitverantwortung bei der Uni-Misere übernehmen", fordert der
Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald.
"Führungsqualitäten zeigen sich nicht in verbalen Muskelspielen,
sondern daran Realitäten wahrzunehmen und daraus Schlüsse zu ziehen",
reagiert Grünewald auf die Ausritte Prölls gegenüber protestierenden
Studierenden.

Dass Österreich in Bildungsfragen zum OECD-Nachzügler bei
Studierendenzahlen und Universitätsbudgets wurde, scheint den
Vizekanzler nicht zu erregen, wenn es Studierende wie ExpertInnen
aber laut aussprechen, gerät er in Rage. "Pröll sollte registrieren,
dass zunehmend auch die Rektoren Verständnis für die Anliegen der
Studierenden zeigen, deren Situation am Finanzminister hingegen
völlig vorbei zu gehen scheint. Studierenden ist zu verdanken, dass
endlich eine Grundsatzdebatte über Ziele, Aufgaben und Ressourcen der
Universitäten eröffnet wurde. Dass es eine Schande ist, hier von
Seiten des verantwortlichen Ministeriums jahrelang nichts gehört zu
haben, verschweigt Pröll geflissentlich. Die breite Ahnungslosigkeit
über die notwendigen Bedingungen erfolgreichen Lehrens und Forschens
zeigt sich in der undifferenzierten, ja letztlich bildungsfeindlichen
Aggression, die die Anliegen der Studierenden völlig ausblendet",
kritisiert Grünewald.

"Ich wünschte, die ÖVP würde in Bildungs- und Forschungsfragen
zumindest hin und wieder auch nur einen Bruchteil dieses
studentischen Engagements zeigen. Niemand hat Pröll gehindert, in
einen Dialog einzutreten. Rüffel und Belehrungen aus der Loge sind
nichts als ein Zeichen der Schwäche. Der Vizekanzler hat nicht nur
mit diesem Ausritt Studierenden ins Gesicht geschlagen und damit die
Universitäten getroffen, er hat zudem gezeigt, dass ihn die
Wirklichkeit nicht interessiert und das lässt gerade bei einem
Finanzminister nichts Gutes hoffen", schließt Grünewald.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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