- 31.10.2009, 14:06:07
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Grünewald: Aussagen von Uni-Rektor Winckler ernst nehmen
Grüne: "Wissenschaftsminister Hahn betreibt gezielte Desinformation und führt Öffentlichkeit in die Irre"
Wien (OTS) - Der Grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald
begrüßt das Verständnis des Wiener Rektors Winckler für die Proteste
der Studierenden. "Ich freue mich über die Einsicht von Rektor
Winckler, dass Studierende Betroffenheit über den Zustand unserer
Universitäten aufzeigen und somit zentrale Verbündete für eine
bessere Universität sind. Hier wird nichts beschönigt und vernebelt,
sondern das ausgesprochen, was schon lange hätte gesagt werden
müssen", so Grünewald zu den Worten Wincklers im heutigen
"Mittagsjournal". "Wenn Rektorenchef Badelt davon spricht, dass den
Universitäten eine glatte Milliarde Euro fehlten und dies zur
Schlagzeile wird, kann man dann von den Streikenden ernsthaft
verlangen, dass die versprochenen 34 Millionen Euro sie mit Kniefall
und Handkuss zur Aufgabe zwingen?" fragt Grünewald.
"Es ist geradezu grotesk, dass in einem Ressort, welches Lehre,
Wissenschaft und Forschung vertritt, derart unwissenschaftlich mit
Zahlen, Daten und Fakten umgegangen wird. Das kommt bewusster
Irreführung gleich", kritisiert Grünewald die Politik von
Wissenschaftsminister Hahn. Nicht nur, dass laufend verschwiegen
wird, dass die Bildungsdaten der OECD Österreich eindeutig einen
beschämenden Platz des Nachzüglers attestieren, was
Studierendenzahlen, Übertrittsquoten, AkademikerInnenanteil,
ForscherInnen pro EinwohnerInnen und Uni-Budgets betrifft.
"Geradezu peinlich ist die in ihrer Absicht durchschaubare
Darstellung der Kosten einer Studierenden, die mit 12.000 Euro pro
Jahr beziffert wurde. So hat vor Jahren schon der Ex- Kanzler
Schüssel argumentiert und musste dann die Zahlen zurücknehmen. Wenn
der zukünftige EU-Kommissar hier nicht die international üblichen
Berechnungsmethoden kennt, sollten diese wenigstens seinem
Sektionsschef bekannt sein", so Grünewald. "Das gesamte Uni-Budget
durch die Zahl der Studierenden zu dividieren, vernachlässigt die
Aufgaben und Kosten der Forschung aller Unis und die der
Krankenversorgung der medizinischen Unis."
"Bei Bildung und Wissenschaft haben derartige Tricks nichts verloren.
Ich werde diese zweifelhaften Methoden heute in der Diskussion mit
den Streikenden und dem Innsbrucker Rektor Töchterle in der Aula der
SOWI, zu der ich um 18.00 geladen bin, zum Thema machen", so
Grünewald
Rückfragehinweis:
Die Grünen, 0664 831 74 49
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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