Wien (OTS) - Eine Broschüre der "Sozialistische Jugend, Aktion kritischer SchülerInnen" ruft BZÖ-Jugendsprecher Abg. Stefan Markowitz auf den Plan. Denn laut dieser am Landesparteitag der SPÖ-Burgenland verteilten Unterlage sei der Sexualkundeunterricht eine nicht mehr zeitgemäße "Scheinaufklärung". Von Unterrichtsministerin Schmied will Markowitz in einer Anfrage nicht nur wissen, ob dies wahr ist, sondern auch, ob ihr Ressort die Broschüre mit dem deftigen Titel "FICKEN?! Endlich Klartext reden!!!" mitfinanziert hat. Selbst, wenn eine Modernisierung des "Sexkoffers" grundsätzlich nicht schlecht wäre, "diese deftige Wortwahl im Pornostil ist eine unnötige Provokation", erklärt Markowitz.
"Kondome gratis in Schulen und die Pille danach flächendeckend und rezeptfrei!" wird u.a. in der Broschüre gefordert. Die Schüler sollten sich nicht "von Religion, Biologie und der Pornoindustrie den Spaß verderben" lassen. "Halten Sie die Form der vorgetragenen Kritik am Sexualkundeunterricht für effektiv und mit den pädagogischen Zielen des österreichischen Schulsystems für vereinbar?", fragt Markowitz die Unterrichtsministerin.
Interessant ist laut Markowitz auch, ob es regelmäßige Förderungen für die "Sozialistische Jugend" bzw. für die "Aktion kritischer Schülerinnen" gibt. Eigenartig ist für den BZÖ-Jugendsprecher auch, dass ein eigener Fotowettbewerb dazu ausgelobt wurde und fraglich sei, ob die Unterrichtsministerin das Fotografieren in den Klassenräumen erlauben oder untersagen werde.
In seiner Konzeption ist der "Sexkoffer" gut zwei Jahrzehnte alt - mit einer Überarbeitung. "Eine neuerliche Anpassung ist an sich nicht abzulehnen; die Vorgehensweise der Sozialistischen Jugend ist aber nur ein Versuch, mit billigen Methoden bei den Jugendlichen auf Stimmenfang zu gehen", kritisiert Markowitz.
Rückfragehinweis: Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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OTS0105 2009-10-28/11:04
281104 Okt 09
BZC0001 0261
09.02.2010 / 10:15:25 / Parlamentsklub des BZÖ
04.02.2010 / 20:00:12 / Lebensministerium
04.02.2010 / 13:28:39 / SPÖ Pressedienst
04.02.2010 / 11:30:32 / ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund