OTS0267 / 23.10.2009 / 18:59 / Channel: Politik / Aussender: AktionsGemeinschaft
Stichworte: Bildung / Politik / Studenten / Universitäten


AktionsGemeinschaft: Finanzielle Situation der Universitäten äußerst kritisch!

Utl.: Konkrete Maßnahmen JETZT gefordert! =


   Wien (OTS) - Die AktionsGemeinschaft (AG), die größte und
mandatsstärkste Studierendenfraktion, weist anlässlich der
Studierendenproteste einmal mehr auf die kritische finanzielle
Situation der österreichischen Universitäten hin. Im Programm der
Bundesregierung ist eine Anhebung der Ausgaben für die Hochschulen
auf 2% des BIP angestrebt. Schon vor dem massiven Anstieg der
Studierendenzahlen für dieses Wintersemester war die Situation
untragbar, wie der ehemalige ÖH Vorsitzende und Fraktionssprecher der
AG, Samir Al-Mobayyed, in seiner Amtszeit unermüdlich betont hat.
"Dieser Ankündigung müssen nun Taten in Form konkreter finanzieller
Unterstützung folgen, um ein Studium in angemessener Qualität und
Zeit zu gewährleisten. Im internationalen Vergleich ist Österreich
bei den Bildungsausgaben ohnehin im hinteren Drittel, wie aus der
Studie der OECD hervorgeht," so Al-Mobayyed.
   Scharf kritisiert wird jedoch die Vorgehensweise der Besetzer:
"Vandalismus war noch nie einer guten Sache dienlich. Die Vorgänge an
der Uni Wien schaden am Ende des Tages uns selbst," kritisiert
Philipp Niederschick, Bundesobmann der AG. Niederschick spricht damit
den Sachschaden an, der im Zusammenhang mit den Protesten an der Uni
Wien entstanden ist. Dieser wird bereits auf bis zu Euro 100.000
geschätzt. "Gerade im Hochschulbereich können wir dieses Geld
eindeutig besser gebrauchen," gibt Niederschick kopfschüttelnd zu
bedenken.
   Die AG fordert das Wissenschaftsministerium sowie das
Finanzministerium auf, sich unverzüglich an den Verhandlungstisch mit
den Universitäten und der ÖH-Bundesvertretung zu begeben und Lösungen
zu erarbeiten. Die Verharmlosung der Situation seitens BM Hahn, es
handle sich um lokale Uni-Probleme, ist absolut inakzeptabel! Die ÖH
Exekutive muss Gesprächsangebote jedoch unbedingt annehmen. Die lange
Besetzung und Blockierung des Audimax schadet sowohl der Uni, als
auch den Studierenden selbst.
   "Wir fordern die Bundesregierung auf, eine konkrete RoadMap zur
Erreichung des 2%-BIP Zieles zu erarbeiten. Was wir brauchen ist
weiters ein Gesamtkonzept für ein Finanzierungssystem auf EU-Ebene.
Zumindest das ist die Politik den Studierenden in Anbetracht der
derzeitigen Zustände schuldig," fordert Al-Mobayyed abschließend.
Rückfragehinweis:
   Martin Brenner, 
   Pressesprecher der AktionsGemeinschaft, 
   Tel.: 0650/7429355
   Email: martin.brenner@aktionsgemeinschaft.at
   www.aktionsgemeinschaft.at
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