• 23.10.2009, 14:00:30
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Grünewald unterstützt Proteste der Studierenden

Regierung darf bei Universitätspolitik nicht länger Kopf in den Sand stecken

Wien (OTS) - "Dass sich bei den Studierenden Widerstand regt, weil
sie das Versagen der Regierung in der Universitätspolitik ausbaden
müssen, ist verständlich", reagiert der Wissenschaftssprecher der
Grünen, Kurt Grünewald, auf die gestern begonnene Besetzung des Audi
Max der Universität Wien.

"Österreich braucht mehr Studierende, das weiß auch der
Wissenschaftsminister. Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren sind
definitiv der falsche Weg, die Verantwortlichen dürfen nicht länger
den Kopf in den Sand stecken. Mit Schlagworten wie Exzellenz und
Weltklasse um sich zu werfen und gleichzeitig die Unis seit
Jahrzehnten finanziell auszuhungern, ist verantwortungslos. Die
Regierung soll zeigen, dass sie den hohen Stellenwert guter
Ausbildung erkennt und auch die dafür nötigen Mittel zur Verfügung
stellen", fordert Grünewald.

"Wann wird endlich die vom Parlament bereits im September 2008
beschlossene Verbesserung der finanziellen Lage der Universitäten
umgesetzt? Dauernd wird nur von den Verlusten durch die Abschaffung
der Studiengebühren für den Großteil der Studierenden gesprochen. Die
ebenfalls beschlossene Aufstockung der Uni-Budgets auf zwei Prozent
des BIP mit definierten jährlichen Steigerungen, dem damit
einhergehenden dringend notwendigen Erreichen von internationalen
Betreuungsverhältnissen sowie die schrittweise Anhebung der
Studienplätze bis 2011 - auch in den Studienfächern, die derzeit
Zugangsbeschränkungen haben - werden unter den Tisch gekehrt",
kritisiert Grünewald.

"Österreich sollte eine Vorreiterrolle im Sinne des Bologna-Prozesses
einnehmen und die dringend notwendige Diskussion über eine
europaweite Lösung für den Zugang an Hochschulen, etwa mit Bayern,
starten", so der Wissenschaftssprecher der Grünen abschließend.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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