- 19.10.2009, 09:46:40
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Wien: Österreichs Buddhisten laden zur Herbsttagung ein
"Krise" steht im Mittelpunkt - Etwa 20.000 Buddhisten in Österreich - seit 1983 staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft
Wien (OTS) - "Heilung von Leidbringenden Entwicklungen - Wege in
ein neues Paradigma" so der Titel der Tagung der Österreichischen
Buddhistischen Religionsgemeinschaft (ÖBR), die am 23. und 24.
Oktober im Billrothhaus im Alsergrund über die Bühne gehen wird. Laut
ÖBR-Präsident Gerhard Weißgrab versteht sich die Tagung, die
kostenfrei besucht werden kann, als Beitrag, Wege "aus der
umfassenden gesellschaftlichen Krise zu finden." Neben dem
Politikwissenschaftler Anton Pelinka, weisen unter anderem auch der
Psychologe Andreas Remmel, der buddhistische Mönch Seelawansa Thero
aus Sri Lanka, der Germanist Martin Kubaczek oder die Leiterin des
Institutes für Meteorologie Helga Kromp-Kolb Wege "ins Freie."
Veranstalter ist der Verein "Sozial engagierter Buddhismus". Die
Tagung startet am Freitag (23.10.) zwischen 19.00 und 21.00 Uhr, am
Samstag (24.10.) geht es dann ab 9.15 Uhr weiter. Das Ende der Tagung
ist mit 19.30 Uhr anberaumt. Den Ehrenschutz hat Wiens Bürgermeister
Michael Häupl übernommen.****
Die buddhistische Religionsgemeinschaft zählt seit 1983 zu den
14 anerkannten Religionsgemeinschaften in Österreich. Für Wien wird
geschätzt, dass es bis zu 10.000 Buddhisten gibt, für Österreich geht
man von 20.000 Mitgliedern aus. Im öffentlichen Leben sind Buddhisten
selten anzutreffen. Ihre Tempel sind meist in Wohnungen
untergebracht, die wiederum meist von buddhistischen Mönchen aus
Asien gegründet wurden. Im Unterschied etwa zu den großen
christlichen Religionsgemeinschaften hebt der Buddhismus keine
Beiträge ein, sondern ist auf Spenden angewiesen, ganz nach dem
Vorbild buddhistischer Vorbilder in Asien.
Mit Gemeinderat Heinz Vettermann (SPÖ) hat auch Wiens
Kommunalpolitik einen prominenten Buddhisten aufzuweisen. Für
Vettermann, der vor drei Jahren die Plattform "Red Buddha" in Wien
gründete, die die Sphären der Politik und des Buddhismus mittels
Vorträgen und gemeinsamer Meditation in Verbindung bringt, liegt eine
Faszination dieses Glaubensweges im "Hier und Jetzt". Regelmäßige
Übungen können den Einzelnen zum "Erwachen" bringen, er selbst
meditiert seit 1997 regelmäßig am Morgen. "Buddhisten sind zu allen
freundlich", bilanziert der 52-Jährige, der empfiehlt, aus der
Vielfalt buddhistischer Varianten "irgendwann sich eine passende
auszusuchen und es dann konsequent zu probieren." Er selbst ist
aktiver Zen-Buddhist. Im Unterschied zu christlichen Religionen, in
denen der Glaube an die Auferstehung nach dem Tod eine große Rolle
spielt, ermöglicht der Buddhismus bereits im konkreten Erdenleben ein
sukzessives "Erwachen".
In Österreich entstanden die ersten buddhistischen Bewegungen um
1900. Der Forscher Karl Eugen Neumann (1865 - 1915) trug maßgeblich
zum Bekanntwerden des Buddhismus bei. Über längere Zeit eher elitär
geprägt, formierte sich, laut Weißgrab, im Jahr 1949 eine neue
buddhistische Bewegung mit Hauptsitz in Wien, die letztendlich 1983
zur staatlichen Anerkennung führte. In dieser Zeit spielte Fritz
Hungerleider eine wichtige Rolle, der nicht zuletzt mittels
Rundfunkvorträgen in den 60er und 70er Jahren das Interesse am
Buddhismus in Österreich wecken konnte.
o "Herbsttagung der Österreichischen Buddhistischen Religionsgemeinschaft"", 23.-24.Oktober, Ort: Billrothhaus (9., Frankgasse 9), o Infos auch unter: www.buddhismus-austria.at www.billrothhaus.at www.redbuddha.at
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/
(Schluss)hch
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Gerhard Weißgrab
Mobil: 0664 818 03 05
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