- 16.10.2009, 09:48:20
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Tausche §124b gegen Hochschulfinanzierung!
Die Regierung macht es sich zu leicht.
Wien (OTS) - Minister Hahn motiviert die Universitäten, den
sogenannten Zugangsbeschränkungsparagraphen 124b im
Universitätsgesetz anzuwenden - er ermöglicht Zugangsbeschränkungen
bei jenen Studienrichtungen, die in Deutschland Numerus Clausus
beschränkt sind."Eine typisch kurzsichtige Reaktion der Regierung",
kommentiert Sigrid Maurer diese Vorgehensweise. "Die Abschaffung der
Studiengebühren war ein enorm wichtiger Schritt, um mehr Menschen für
ein Studium zu begeistern - dass mehr Studierende kommen werden, lag
auf der Hand. Die finanziellen Mittel hätte man rechtzeitig
bereitstellen müssen!"
Anstatt jetzt zu kurzfristigen Notlösungen zu greifen, müsse die
Politik endlich handeln, meint Thomas Wallerberger. "Besonders
Erstsemestrige müssen in ihrem Studium bestmöglich unterstützt und
motiviert werden - Zugangsbeschränkungen bewirken genau das
Gegenteil. Es braucht endlich ein klares Bekenntnis der gesamten
Regierung zu einer ausreichenden Hochschulfinanzierung, sonst wird
jeder Versuch der Verbesserung von Studienbedingungen zur Farce."
Gerne bereit wäre die ÖH zu einer gemeinsamen Gesprächsrunde mit der
Regierung, den betroffenen Universitäten und den lokalen
Studienvertretungen, um adäquate Sofortmaßnahmen abseits von
Zugangsbeschränkungen zu erarbeiten. "Wir werden nicht zulassen, dass
das Kaputtsparen der Hochschulen am Rücken der neuen Studierenden
ausgetragen wird!", schließen Maurer und Wallerberger.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0676 888 52 212 http://www.oeh.ac.at
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