OTS0280 / 14.10.2009 / 20:24
/ Channel: Politik
/ Aussender: Neues Volksblatt
Stichworte:
Politik / Pressestimmen
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Linz (OTS) - Am Ende seiner einstündigen Rede holte Finanzminister Josef Pröll auch den Koalitionspartner ins Boot. Explizit als "Vizekanzler" - ein Ausdruck, auf den er sonst gar nicht so viel Wert legt - betonte der ÖVP-Chef, dass es zur Koalition keine Alternative gebe. Und: Es gebe daher auch keine Alternative zu einer ordentlichen Zusammenarbeit. Letzteres mag wohl auch als aufmunternder Appell zu interpretieren sein. Schließlich steckt die SPÖ im Gegensatz zur ÖVP nach ihren Wahlniederlagen in einer überaus misslichen Lage. Und der gestrige Tag machte das noch deutlicher: Hier der ÖVP-Parteiobmann mit klaren Ansagen, da die SPÖ, die ihre Zukunftsperspektiven erst in Arbeitsgruppen suchen muss. Pröll hat sich, und das unterscheidet ihn so deutlich von Faymann, an einige (auch innerparteilich) heiße Eisen gewagt. Hacklerregelung und Pensionen, ganztägige Schulformen, Verwaltungsreform, Steuergerechtigkeit für die Leistungsbereiten: Am Abarbeiten dieser Liste wird er sich messen lassen müssen und wohl auch wollen, sonst hätte er einen Bogen um diese Themen gemacht. Die SPÖ indes, so scheint's, will nur bewahren und umverteilen. Der Sieger in diesem politischen Wettbewerb wird in vier Jahren gekürt.
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