• 12.10.2009, 11:06:47
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Bures präsentiert mit ARBÖ und ÖAMTC die neuen Kindersicherungsseminare

Für größtmögliche Sicherheit von Kindern im Fahrzeug

Wien (BMVIT) - Gemeinsam mit den Präsidenten von ARBÖ und ÖAMTC
präsentierte Verkehrsministerin Doris Bures heute in der
Bundesanstalt für Verkehr (BAV) die neu konzipierten
Kindersicherungsseminare, die seit 1. September ab der 2. Vormerkung
"Verstoß gegen die Kindersicherungspflicht" verordnet werden. Bures:
"Bei einem Frontalcrash mit 50 km/h wird ein Mensch mit seinem 30
fachen Körpergewicht nach vorne geschleudert. Das entspricht einem
Sturz aus dem dritten Stock. Bereits mit 15 km/h kann ein Aufprall
für ein ungesichertes Kind tödlich enden." Die Seminare können ab
sofort auch jederzeit freiwillig besucht werden. Sie vermitteln neben
theoretischen Inhalten, wie Crashphysik, Unfallmedizin und
Sicherungstechnik auch praktische Tipps zur richtigen Sicherung von
Kindern im Fahrzeug. ****

Anfang des Jahres wurde ein alarmierender Anstieg der Anzahl
ungesicherter Kinder bekannt: von 2006 auf 2007 hatte sich diese Zahl
fast verdoppelt. Fast jedes 5. Kind war im Auto nicht ausreichend
gesichert und die mangelnde oder fehlende Sicherung von Kindern im
Auto stellte das zweithäufigste Vormerkdelikt dar. Bures ließ
daraufhin Kindersicherungsseminare von Experten Peter Jahn erstellen,
die nun als Maßnahme beim Verstoß gegen die Kindersicherungspflicht
verordnet werden. Vor der Initiative der Verkehrsministerin musste
ein normales Fahrsicherheitstraining absolviert werden. "Die
Erwachsenen sollen durch die Seminare darin unterstützt werden, ihren
kleinen Passagieren die größtmögliche Sicherheit zu bieten", erklärt
Bures die neue Maßnahme.

Auch ÖAMTC-Präsident Werner Kraus ist von der Sinnhaftigkeit der
Kurse überzeugt: "Kinder können gefährliche Situationen im
Straßenverkehr nicht richtig einschätzen. Es liegt daher in der
Verantwortung der Erwachsenen, ihre Kinder richtig zu sichern. In den
neuen Kindersicherungskursen erfahren die TeilnehmerInnen, wie
gefährdet man ungesichert im Auto ist - und das schon bei geringen
Geschwindigkeiten." Heinz Hofer, Präsident des ARBÖ: "Die
Kindersicherungskurse bieten genau die Information, die man braucht,
um Kinder im Fahrzeug sicher zu befördern und zeigt, was mit einem
ungesicherten Kind im schlimmsten Fall passieren kann. Denn das
Gefahrenbewusstsein von fehlender Kindersicherung ist oft zu wenig
stark ausgeprägt."

Seminare werden auch zur Prävention angeboten

Verordnet werden die Kindersicherungskurse ab der zweiten
Vormerkung "Verstoß gegen die Kindersicherungspflicht". Die Kurse
können natürlich auch abseits einer Verordnung, unter anderem in den
Fahrsicherheitszentren von ARBÖ und ÖAMTC, besucht werden. Preis für
den Kurs: rund 100 Euro . Die Anmeldung erfolgt direkt bei den
Fahrsicherheitszentren.

Rechtliche Änderung + Information + Bewusstseinsbildung

Neben der Umsetzung von Kindersicherungsseminaren startete Bures
aber auch bewusstseinsbildende Maßnahmen. "Mir ist es wichtig, neben
den gesetzlichen Änderungen auch an das Bewusstsein der
VerkehrsteilnehmerInnen zu appellieren und sie ausreichend zu
informieren. Denn alleine mehr Wissen führt oft schon zu mehr
Sensibilität", erklärt Bures. So wurden eine Broschüre zur richtigen
Kindersicherung im Auto neu aufgelegt und Plakate auf den
Asfinag-Autobahn-Plakatständern affichiert. Damit auch die Sprache
keine Barriere darstellt, gibt es auch einen Info-Folder zur
richtigen Kindersicherung in zehn Fremdsprachen. (Sprachen der
Nachbarländer + Türkisch, Serbisch, Kroatisch, Bosnisch)

Hintergrund: Vormerkungen wegen Delikt "Verstoß gegen die
Kindersicherungspflicht":
1.7.2006 - 30.6.2007: 10.019 Vormerkungen
1.7.2007 - 30.6.2008: 9.226 Vormerkungen
1.7.2008 - 30.6.2009: 6.391 Vormerkungen

Die Broschüre als Download:
http://www.bmvit.gv.at/service/publikationen/verkehr/strasse/sicherun
terwegs.html
http://www.bmvit.gv.at/service/publikationen/verkehr/strasse/sicherun
terwegs_folder.html

www.autokindersitz.at
www.arboe.at
www.oeamtc.at

(Schluss)

Rückfragehinweis:
Susanna Enk, Pressesprecherin
Telefon: +43 (0) 1 711 6265-8121
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

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