Wien (OTS) - "Johannes Hahn lässt nach einer Stunde Gespräch nur offene Fragen zurück", erklärte der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. "Das beginnt bei seinem eigenen Ressort, wo Hahn trotzig und gegen den Willen aller auf Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren beharrt, geht über die Schulfragen, wo es keine konkreten Vorhaben, sondern nur Wolkengebilde von umfassenden Bildungsdebatten gibt, bis hin zu seiner eigenen Zukunft, wo Hahn offenbar alles nimmt, was sich ihm bietet, egal ob Wien, Regierung oder Brüssel", sagte Grünewald.
"Hahns Auftritt ist ein Spiegelbild seiner Politik: Viele seiner Argumente entbehren der Objektivität und verzerren die Realität. Wenn man sich rühmt, dass in Österreicher zwanzig Prozent der Studierenden Studienbeihilfen beziehen, dann ist das nichts, worauf ein Minister stolz sein kann: Mit diesem Prozentsatz liegt Österreich im unteren Drittel Europas. Von OECD-Studien hält Hahn nur dann etwas, wenn Studiengebühren und Aufnahmebeschränkungen empfohlen werden. Unterschlagen wird, dass die OECD Österreich wegen zu niedriger Studierendenzahlen und schlechter Betreuungsverhältnisse regelmäßig rügt und Aufholbedarf einmahnt", so Grünewald. "Hahn sollte klar sagen, dass die österreichischen Universitäten auch mit Studiengebühren im internationalen Vergleich deutlich unterdotiert bleiben." Wenn sich Hahn über zunehmende Inskriptionszahlen echauffiert, so sei gesagt, dass eine Zunahme der Studierenden im internationalen Trend liegt, abgesehen davon, dass sie Ausdruck der kritischen Arbeitsmarktsituation bei MaturantInnen darstellt.
Ärgerlich findet Grünewald die vielen Beschönigungen. "Es ist nicht richtig, dass die Forschungsbudgetes des FWF real gestiegen sind, das Gesamtbudget ist gleichgeblieben, nur der Bundesanteil wurde erhöht", kritisiert Grünewald.
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OTS0022 2009-10-11/12:42
111242 Okt 09
FMB0001 0267
09.02.2010 / 14:49:36 / Bundespressedienst
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