• 07.10.2009, 08:29:53
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  • OTS0018 OTW0018

Baubewilligung für Konzertsaal der Sängerknaben ist rechtsgültig

Oberbehörde lehnte alle Einsprüche ab, Grundstück wurde geräumt

Wien (OTS) - Heute Mittwoch um 04.00 Uhr wurde das Grundstück für
den geplanten Konzertsaal der Wiener Sängerknaben am Augartenspitz
erfolgreich geräumt. Unter der Beobachtung von 3 Polizeibeamten
(Dienststelle Leopoldsgasse) wurde um kurz nach vier Uhr die
widerrechtlich angebrachte Absperrkette des Eingangstores zum
Augarten entfernt.

Bei der Räumung wurden auch diverse Zelte und Güter vom
Mietgrundstück auf öffentliche Flächen transportiert. Unmittelbar
danach wurde mit Aufräumungs- und Reingungsarbeiten begonnen, da das
Grundstück von den Besetzern in den vergangenen Wochen verwüstet und
mit Müll übersät worden war.

Gestern, Dienstag, wurde per Bescheid der Wiener Bauoberbehörde
grünes Licht für den neuen "Dr. Eugen Jesser-Saal" der Wiener
Sängerknaben gegeben. Alle Einsprüche gegen das für die Sängerknaben
und für Wien wichtige Projekt wurden abgewiesen. Die Bauoberbehörde
bestätigte außerdem im Bescheid, dass für den neuen Konzertsaal die
laut Flächenwidmung zulässige Baufläche korrekt eingehalten bzw.
sogar unterschritten wird.

Wörtlich heißt es im Bescheid: "Eine Beeinträchtigung der
Berufungswerber in ihren Rechten (....) durch das Ausmaß der bebauten
Fläche des gegenständlichen Bauvorhabens kann dadurch nicht
vorliegen. Es war daher die Berufung als unbegründet abzuweisen und
der bekämpfte Bescheid der Baubehörde erster Instanz vom 3. April
2009 spruchgemäß zu bestätigen."

Das Urteil kommt für Sängerknaben-Präsident Walter Nettig nicht
überraschend: "Das Projekt wurde von der Errichtungsgesellschaft und
den Architekten sehr gut und genau vorbereitet. Im Laufe der
vergangenen Jahre wurden bereits einige Änderungen in Abstimmung mit
dem Bundesdenkmalamt vorgenommen und auch auf berechtigte Anliegen
der Anrainer Rücksicht genommen. Das nun bewilligte Projekt ist
hervorragend und nicht nur wichtig für die Wiener Sängerknaben,
sondern für die ganze Kulturstadt Wien."

Der Konzertsaal wird von der privaten POK Privatstiftung
finanziert und kostet die Steuerzahler keinen Cent. Insgesamt wird
für den neuen Konzertsaal eine - seit Jahren als Bauland gewidmete -
Fläche von rund 1000 m2 bebaut. Diese Fläche entspricht 2 Promille
(!) des gesamten Augartenareals. Auf dem Baugrund stand in den
vergangenen Jahrzehnten eine Tankstelle, und seit etlichen Jahren war
es ein verwildertes Stück Land, das als Parkplatz und zuletzt
Schuttabladeplatz diente. Das existierende Pförtnerhaus wird in den
Neubau integriert.

Angesichts der Entscheidung der Bauoberbehörde richtet
Sängerknaben-Präsident Walter Nettig einen erneuten Appell an die
Besetzer: "Nachdem nun auch die Bauoberbehörde entschieden hat, hoffe
ich, dass die kleine Gruppe der radikalen Besetzer sich endlich an
die Regeln des Rechtstaates hält und keine neuerlichen illegalen
Aktionen initiiert."

Rückfragehinweis:
Helga Longin
PR-Beratung, Consulting & Lobbying
Görgengasse 23/3,1190 Wien
Mobil: +43/ (0) 676 761 45 46
E-Mail: [email protected]

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