- 03.10.2009, 12:35:47
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ÖH: Hahns Studiengebührenvorschlag ist zynisch
Stipendien dürfen nicht mit Studierendengeldern finanziert werden
Wien (OTS) - Scharfe Kritik der ÖH Bundesvertretung erntet der
Vorschlag von Wissenschaftsminister Hahn, die Studiengebühren wieder
einführen zu wollen und im Gegenzug das Budget für Stipendien
auszubauen. "Hahns Vorschlag, den Studierenden abgeknöpfte Gebühren
für die Erhöhung des Stipendientopfes zu verwenden, ist nichts als
zynisch" ärgert sich Sigrid Maurer vom Vorsitzteam der ÖH
Bundesvertretung. "Studiengebühren sind sozial selektiv. Die
Wiedereinführung steht nicht zur Debatte - im Gegenteil: Auch die
restlichen Gebühren, insbesondere für FH-Studierende müssen fallen",
so Maurer.
Die ÖH Bundesvertretung begrüßt grundsätzlich die Erkenntnis von
Bundesminister Hahn, dass das Stipendienwesen in Österreich endlich
ausgebaut werden muss. "In Österreich erhalten nur 18,5 % aller
Studierenden ein Stipendium, ein Drittel lebt unter dem
Existenzmininmum" erklärt Thomas Wallerberger vom Vorsitzteam der ÖH
Bundesvertretung. "Es braucht aber nicht nur eine massive Erhöhung
der Mittel, sondern auch eine Ausweitung des BezieherInnenkreises",
so Wallerberger.
Das Argument, dass Studierende durch Studiengebühren ein Jahr weniger
lang studieren und dies positiv zu bewerten sei, weist die ÖH klar
zurück: "Studierende werden dazu gezwungen, schnell zu studieren,
weil sich sonst ihre ohnehin prekäre finanzielle Lage noch weiter
verschlechtert" sagen Maurer und Wallerberger. "Studierende können es
sich momentan schlichtweg nicht mehr leisten, intensiv zu studieren."
Rückfragehinweis:
Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH)
ÖH Presseteam
Mobil: 0676 888 52 212
mailto: [email protected] http://www.oeh.ac.at
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