• 28.09.2009, 15:14:08
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  • OTS0179 OTW0179

Kaske zu Arbeitsmarkt: ArbeitnehmerInnen brauchen weitere Hilfe

Arbeitslosengeld erhöhen, Beschäftigung in Zukunftsbranchen schaffen

Wien (vida/ÖGB) - "Die Regierung hat in der Wirtschaftskrise zur
Sicherung der Beschäftigung wichtige Maßnahmen gesetzt. Jetzt müssen
weitere Maßnahmen folgen, denn ein Ende des Anstiegs der
Arbeitslosigkeit ist nicht in Sicht", sagt vida-Vorsitzender und
ÖGB-Arbeitsmarktsprecher Rudolf Kaske anlässlich des heutigen
Sozialpartnergipfels. Kaske fordert ein drittes Arbeitsmarktpaket zur
Schaffung von Beschäftigung und zur besseren Absicherung Arbeit
Suchender.++++

Die Krise sei nicht vorbei. Auch wenn bei der wirtschaftlichen
Entwicklung erste Signale einer Erholung verzeichnet würden, gebe es
am Arbeitsmarkt keine Entwarnung. "Im Gegenteil, 2010 werden wir
vermutlich die höchste Arbeitslosigkeit seit 1953 erreichen", so
Kaske. Die Regierung müsse deshalb positive Maßnahmen wie die
zugesagte Jugendausbildungsgarantie vollständig umsetzen. "Es ist
wichtig, dass die Jugendlichen Zukunftsperspektiven haben und dazu
gehört die Chance auf eine Ausbildung." Ebenso sinnvoll sei es, in
die Qualifizierung Arbeit Suchender zu investieren und Verbesserungen
im Bildungssystem voranzutreiben.

Zusätzlich müsse die Politik rasch ein weiteres Maßnahmenpaket
schnüren. "Darin muss die Erhöhung von Arbeitslosengeld und
Notstandshilfe enthalten sein. Angesichts der Arbeitsmarktprognosen
von bis zu 400.000 Arbeitslosen im Winter darf hier nicht länger
zugewartet werden", sagt Kaske. Ebenso müsse die bedarfsorientierte
Mindestsicherung verbessert werden. "Es ist gut, dass die
Mindestsicherung nun bundesweit eingeführt wird, aber dass nur eine
zwölfmalige Auszahlung vorgesehen ist, gehört repariert", so Kaske.

Zusätzlich müssten langfristig sinnvolle Ausgaben der öffentlichen
Hand vorgezogen werden. "Dazu gehört der Ausbau des Angebots an
Pflege- und Betreuungsleistungen. Wir wissen, dass der Ausbau der
Kinderbetreuung und - angesichts der Alterung der Bevölkerung - mehr
Pflege- und Betreuungsleistungen nötig sind. Deshalb sollte jetzt in
diesen Bereich investiert werden", so Kaske abschließend.

ÖGB, 28. September 2009 Nr. 561

Rückfragehinweis:
vida Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Martina Fassler
Tel: 01/54641-117
[email protected]

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