IKG über Österreichs Verhalten bei Ahmadinejads Rede vor der UNO empört

Die meisten europäischen Delegationen verließen den Saal - Österreich blieb. Das ist eine Schande!

Wien (OTS) - Die Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs sind über das Verhalten der österreichischen UN-Vertretung bei der UN-Vollversammlung höchst befremdet.Viele europäische Delegationen verließen während der Rede Ahmadinejads den Sitzungssaal, die österreichische Delegation, verstärkt durch politische Gäste aus Wien, blieb im Saal.

Auch Deutschlands Delegation verließ den Sitzungssaal. Sollte dies ein Indiz dafür sein, dass die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Deutschland fortgeschrittener ist als in Österreich? Oder sind es wirtschaftliche Überlegungen oder eine Kombination?

Es war ein unwürdiges Schauspiel.

Präsident Dr. Muzicant, der gestern bei einer Kundgebung des Bündnisses STOP THE BOMB gegen den UN-Auftritt von Ahmadinejad als Hauptredner auftrat, wirft der Österreichischen Regierung vor, rein aus geschäftlichen Interessen das antisemitische Regime in Teheran samt seinem Atomprogramm mit am Leben zu erhalten.

Er sagte u.a.: "Die österreichische Außenpolitik verzichtet offensichtlich selbst auf kleine symbolische Gesten des Protestes gegenüber dem iranischen Regime, um ja nicht die weiterhin hervorragenden Geschäftsbeziehungen österreichischer Firmen mit dem Iran zu gefährden. Es sind diese Geschäfte und es ist auch die österreichische Politik, die das antisemitische Regime in Teheran samt seinem Atomprogramm mit am Leben erhalten."

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