OTS0216 / 24.09.2009 / 13:35 / Channel: Politik / Aussender: Israelitische Kultusgemeinde
Stichworte: Antisemitismus / Gesellschaftspolitik / IKG / Iran / Wirtschaft


IKG über Österreichs Verhalten bei Ahmadinejads Rede vor der UNO empört

Utl.: Die meisten europäischen Delegationen verließen den Saal - Österreich blieb. Das ist eine Schande! =


   Wien (OTS) - Die Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs sind
über das Verhalten der österreichischen UN-Vertretung  bei der
UN-Vollversammlung höchst befremdet.Viele europäische Delegationen
verließen während der Rede Ahmadinejads den Sitzungssaal, die
österreichische Delegation, verstärkt durch politische Gäste aus
Wien, blieb im Saal.
Auch Deutschlands Delegation verließ den Sitzungssaal. Sollte dies
ein Indiz dafür sein, dass die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in
Deutschland fortgeschrittener ist als in Österreich? Oder sind es
wirtschaftliche Überlegungen oder eine Kombination?
Es war  ein unwürdiges Schauspiel.
Präsident Dr. Muzicant, der gestern bei einer Kundgebung des
Bündnisses STOP THE BOMB gegen den UN-Auftritt von Ahmadinejad als
Hauptredner auftrat, wirft der Österreichischen Regierung vor, rein
aus geschäftlichen Interessen das antisemitische Regime in Teheran
samt seinem Atomprogramm mit am Leben zu erhalten. 
Er sagte u.a.: "Die österreichische Außenpolitik verzichtet
offensichtlich selbst auf kleine symbolische Gesten des Protestes
gegenüber dem iranischen Regime, um ja nicht die weiterhin
hervorragenden Geschäftsbeziehungen österreichischer Firmen mit dem
Iran zu gefährden. Es sind diese Geschäfte und es ist auch die
österreichische Politik, die das antisemitische Regime in Teheran
samt seinem Atomprogramm mit am Leben erhalten."
Rückfragehinweis:
   Israelitische Kultusgemeinde
   Tel.: (01) 53 104-105
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OTS0216    2009-09-24/13:35
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