- 18.09.2009, 11:09:11
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AK zur Ökostromdebatte: Auch "grüne Jobs" müssen "gute Jobs" sein
AK-Direktor Muhm: Effiziente und günstige statt teure Energieformen fördern / Technologieschub anstoßen
Wien (OTS) - "In der Ökostromdebatte sollte es, um die Erreichung
der Klimaziele gehen. In der jetzigen Debatte werden aber gerade die
Technologien besonders hervorgehoben, die besonders teuer sind, wie
die Photovoltaik und die Biomasse. Dafür werden dann auch noch
vermeintlich positive Beschäftigungseffekte ins Feld geführt. Dabei
sind viele dieser so hochgelobten "grünen Jobs" oft nur atypische
Beschäftigungsverhältnisse.
Gerade bei den Beschäftigungseffekten, die durch erneuerbaren
Energieträger entstehen, sollten wir genauer hinschauen", warnt Muhm.
"Der schöne Name allein macht aus einem grünen noch keinen guten Job.
Uns vorliegende Daten und unsere Erfahrungen mit den Betrieben
zeigen, dass es unter diesen Jobs nicht nur qualifizierte
Beschäftigung gibt", sagt Muhm. Auch in der "grünen Branche" gibt es
beispielsweise sehr viel Leiharbeit. Die Beschäftigungseffekte müssen
in der Regierung von dem dafür zuständigen Ressort untersucht werden.
Das Sozialministerium sollte deshalb eine umfassende Untersuchung der
möglichen Beschäftigungseffekte grüner Technologien vornehmen. "Dies
ist besonders wichtig, um die richtigen Maßnahmen im Rahmen der
Energiestrategie zu setzen", so Muhm.
"Alle Berechnungen der E-Control zeigen, dass die Photovoltaik die
teuerste Form der CO2-Reduktion ist." Die E-Control hat in ihrem
Bericht 2009 eine genaue Darstellung gegeben, welche erneuerbaren
Energieträger besonders effizient zur Reduktion von CO2 Emmissionen
beitragen. Allen voran ist es die Wasser- und Windkraft, die hier die
beste Bilanz aufweisen. Auf dem anderen Ende der Skala finden sich
genau jene Energieträger, die derzeit besonders lobbyiert werden. So
sind gerade die Kosten der CO2 Emmission bei der Biomasse besonders
hoch. Bei der Photovoltaik liegen sie noch höher. Hier gilt es, durch
entsprechende Mittel in Forschung und Entwicklung einen
Technologieschub anzustoßen. In diese Richtung gehen auch die
gemeinsamen Forderungen aller Sozialpartner im Weißbuch zur
Energiepolitik.
"Auch die Kosten des Ökosstroms müssen fair verteilt werden", so
Muhm. "Nur weil es hier eine massive Lobby gibt, dürfen nicht in
erster Linie die Konsumenten und Konsumentinnen zur Kasse gebeten
werden." Deshalb sollten wir zurück zu einer sachlichen Debatte, um
eine gute Lösung fürs Klima und die Stromkunden zu finden.
Rückfragehinweis:
Ute Bösinger AK Wien Kommunikation tel.: (+43-1) 501 65-2779 mobil: 0664-845 42 02 mailto:[email protected] wien.arbeiterkammer.at
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