• 16.09.2009, 15:00:23
  • /
  • OTS0278 OTW0278

"profil online": Meinl-Skandal: Gutachter Havranek Opfer eines Hacker-Angriffs

Unbekannte stellten unter seiner Identität "Nazi-Homepage" online - Justiz ermittelt wegen Verstoß gegen NS-Verbotsgesetz

Wien (OTS) - Wien (OTS) - Wie "profil online" exklusiv berichtet,
hat die Justiz im Meinl-Skandal nun auch Ermittlungen gegen
unbekannte Täter wegen des Verstoßes gegen das NS-Verbotsgesetz und
des Datenmissbrauchs aufgenommen. Nach "profil"-Recherchen wurde
Thomas Havranek, Steuerberater und noch Meinl-Sachverständiger der
Staatsanwaltschaft Wien, Opfer eines Hackerangriffs. Über Havraneks
privaten Internet-Account beim Provider UPC/inode wurde eine
(mittlerweile gesperrte) Homepage mit NS-Inhalten ins Netz gestellt,
darunter Hakenkreuze, Fotografien von Adolf Hitler, Joseph Goebbels,
Nazi-Gesänge und Links zu rechtsextremen Gruppierungen in
Deutschland. Die Affäre flog überhaupt nur deshalb auf, weil ein
"besorgter Bürger" die Staatsanwaltschaften Innsbruck und Wiener
Neustadt in zwei gleich lautenden Sachverhaltsdarstellungen über die
Existenz der Seite informierte.

Nach vorläufigen Erkenntnissen der Behörden deutet aber alles
darauf hin, dass der - anonyme - Anzeiger selbst in die Sache
verwickelt ist. Havranek hat nun seinerseits Anzeige wegen der
Verleumdung und des Datenmissbrauchs eingebracht. "Ich kann mir beim
besten Willen nicht vorstellen, wer dahinter stecken könnte", so der
Gutachter gegenüber "profil". Einen direkten Zusammenhang zu seiner
Gutachter-Rolle im Meinl-Skandal könne er derzeit jedenfalls "nicht
erkennen".

Detaillierte Informationen finden sich auf www.profil.at.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PRO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel