• 25.08.2009, 12:16:41
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Moitzi: Ulrichsbergtreffen ist Provokation für NS-Opfer und SlowenInnen

Bundesheer Absage bei Ulrichsbergtreffen längst überfällig

Wien (SK) - Mit großer Erleichterung nimmt der Verbandsvorsitzende
der SJÖ, Wolfgang Moitzi, die Meldung auf, wonach das Bundesheer
künftig nicht mehr am umstrittenen Ulrichsbergtreffen in Kärnten
teilnimmt. Dass die Veranstalter stets darum bemüht sind, ihr
"Heldengedenken" als Akt der Völkerverbindung zu platzieren, lässt
Moitzi nicht gelten: "Diese Veranstaltung ist nach wie vor eine
Provokation für alle demokratisch gesinnten Menschen in unserem Land
und ein Schlag ins Gesicht für die Opfer der Nazi-Gräuel sowie die
slowenische Minderheit in Kärnten. Es ist ein gutes Zeichen, dass das
Bundesheer nun nicht mehr als Feigenblatt dient, um dieser
Veranstaltung einen demokratischen Anstrich zu geben." ****

Für Moitzi ist das aber noch nicht genug: "Diese Veranstaltung ist
ein Vernetzungstreffen von Rechten und Rechtsextremen, daran können
auch eine handvoll politisch integrer TeilnehmerInnen nichts ändern.
Dass es im 21. Jahrhundert noch immer möglich ist, derartiges in
Österreich abzuhalten, zeigt, dass sich der Umgang mit dem Erbe der
beiden Faschismen nach wie vor fernab jeglicher geschichtlicher
Gegebenheiten abspielt." Für Moitzi täte der politischen Kultur daher
eine ehrliche Auseinandersetzung mit unserem Umgang mit der
Vergangenheit absolut Not. (Schluss) mb/mp

Rückfragehinweis: Klaus Seltenheim, SJÖ, 0650/377 11 95

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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