- 14.08.2009, 12:09:21
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Kickl zu Hundstorfer: Sozialminister als Arbeitszeitverkürzer Unglaubwürdigkeit in Person
SPÖ bisher braver Einpeitscher in Sachen Verlängerung der Arbeitszeit
Wien (OTS) - "SPÖ-Sozialminister Hundstorfer ist mit seinem
Vorstoß, durch die Reduktion von Überstunden neue Arbeitsplätze
schaffen zu wollen, die Unglaubwürdigkeit in Person. Sowohl als
Gewerkschaftspräsident als auch in seiner bisherigen Tätigkeit als
Sozialminister hat er nämlich den Unsinn der sogenannten
'Flexicurity' massiv unterstützt und die volle Flexibilisierung der
Arbeitszeit, die im Grunde auf eine Ausweitung hinausläuft, inklusive
Überstundenregelungen als Allheilmittel zur Arbeitsplatzsicherung
angepriesen", so FPÖ-Generalsekretär und Arbeitnehmersprecher NAbg.
Herbert Kickl zum neuen "Überstunden-Modell" des Sozialministers.
Derselbe, der vor einem Jahr, also schon im Bewusstsein der Krise,
seinen Sanktus zur Verlängerung der Arbeitszeit gegeben habe, trete
jetzt für das Gegenteil ein.
Tatsache sei jedenfalls, dass die SPÖ in den letzten zweieinhalb
Jahren bei allen einseitigen Verschlechterungen für Arbeitnehmer, die
unterm Strich auf die Einführung des Prinzips "Leben, um zu arbeiten"
statt "Arbeiten, um zu leben" hinauslaufen würden, federführend
mitgewirkt habe. So habe man etwa locker die Bereitschaft gezeigt,
die Zerstörung von familiären und gesellschaftlichen Strukturen
genauso in Kauf zu nehmen wie gesundheitliche Risiken durch
ausgedehnte und unregelmäßige Arbeitszeiten, so Kickl weiter.
Eine Reduktion der Arbeitszeit sei prinzipiell durchaus
überlegenswert, allerdings dürfe das Faktum der
Einkommensnotwendigkeit nicht außer Acht gelassen werden. Denn leider
bedeute in Österreich Vollzeitarbeit noch lange nicht, dass man damit
auch ein volles Auskommen für seinen Lebenserhalt hätte. Ein Faktum,
das Hundstorfer - genauso wie die Problematik der atypisch
Beschäftigten - wohl vergessen habe, sei nämlich, dass viele
Arbeitnehmer infolge der verfehlten Lohnpolitik der Gewerkschaft und
der Regierung über ein so geringes Einkommen verfügten, dass sie zum
Auskommen für sich und ihre Familien inzwischen ein gewisses Maß an
Überstunden benötigen würden. Dieses Problem müsse mitbedacht werden,
wenn man über eine Reduktion diskutiere.
"Dass Hundstorfer auf Kosten der Hoffnungen von Arbeitslosen eher an
einem PR-Gag als an einer wirklichen Lösung interessiert ist, zeigt
ja schon seine Aussage, dass er keine Ergebnisse, sondern nur einen
Diskussionsprozess haben will", schloss Kickl.
Rückfragehinweis:
FPÖ
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