Wien (OTS) - Es ist wichtig, dass sich die Wienerinnen und Wiener
in ihrer Stadt wohl fühlen Deshalb wird regelmäßig in
sozialwissenschaftlichen Großstudien erhoben, was die Menschen in
unserer Stadt brauchen. Im Rahmen der Studie zur Lebensqualität in
Wien wurde auch die Meinung der BürgerInnen zum Verkehr in Wien
detailliert abgefragt. Verkehrstadtrat DI Rudi Schicker präsentiert
die Ergebnisse dieser Befragung und darauf aufbauende Maßnahmen, die
Stadt- und Verkehrsplanung setzen, um die Lebensqualität in Wien und
die Zufriedenheit der WienerInnen mit ihrer Stadt noch weiter zu
verbessern.****
Stadtrat DI Rudi Schicker betont: "Wir wollen, dass sich das
Verkehrswesen in Wien positiv weiter entwickelt. Die umfangreiche
Studie zur Lebensqualität liefert uns zum Thema Mobilität wichtige
Hinweise und Anregungen. So können wir dort Maßnahmen konzentriert
setzen, wo der größte Bedarf besteht".
Zwtl.: Hohe Zufriedenheit mit dem Verkehrsangebot in Wien
Die Zufriedenheit der WienerInnen mit der Verkehrssituation hat
seit 1995 kontinuierlich zugenommen (von rund 20 Prozent sehr
Zufriedenen 1995 bis hin zu fast 50 Prozent sehr Zufriedenen im Jahr
2008). Am höchsten ist die Zufriedenheit mit dem öffentlichen Verkehr
(88 Prozent Note 1 und 2). Mit dem Radwegenetz waren 60 Prozent
zufrieden (Note 1 und 2) und eine Mehrheit bestätigt auch, das sich
die Situation in den letzten Jahren verbessert hat (56 Prozent). Beim
Autoverkehr vergaben 27 Prozent Bestnoten, was ebenfalls eine
deutliche Verbesserung darstellt (2003: 21 Prozent).
Zwtl.: Immer weniger Autofahrten
Der Anteil des PKW ist seit 2003 bei allen Wegen rückläufig.
Immer mehr BewohnerInnen verzichten sogar ganz auf den Besitz eines
Autos. Eine wichtige Rolle für den freiwilligen Verzicht aufs Auto
spielt die Erweiterung des U-Bahn-Netzes. Dies belegt der stärkere
Rückgang der Autobenützung bei Arbeits- bzw. Ausbildungswegen von und
zu Bezirken, in denen neue U-Bahn-Stationen in Betrieb genommen
wurden. In Summe benützen drei Viertel aller Befragten mehrmals pro
Woche die öffentlichen Verkehrsmittel.
An Bedeutung zugenommen hat auch Park & Ride. "Wir freuen uns,
dass die AutolenkerInnen auf Fahrten ins Stadtzentrum zunehmend
verzichten", unterstreicht Schicker. "Mit einem verstärkten Ausbau
des Rad-und Fußwegenetzes rund um hochrangige ÖV-Stationen wollen wir
diese AutofahrerInnen motivieren, auch für den Weg zu den Öffis
verstärkt auf umweltfreundliche Alternativen, wie z.B. das Fahrrad
umzusteigen". Zu einem attraktiven Radwegeangebot zählen auch
geeignete Abstellanlagen bei den U- und S-Bahn-Stationen.
Zwtl.: RadlerInnen wünschen sich mehr Radwege und
Radabstellmöglichkeiten
Die Fahrradbenützung hat bei allen Wegen deutlich zugenommen,
aber nicht in allen Bezirken gleich stark. Spitzenreiter sind die
Innenbezirke. Je häufiger mit dem Rad gefahren wird, desto häufiger
ist auch der Wunsch nach zusätzlichen Radwegen und Radständern.
Stadtrat Schicker hierzu: "Wir reagieren hierauf mit dem
weiteren Ausbau des Radwegenetzes. Das Radeln soll in den Grätzeln
auch durch Tempo-30 und Ausbau von Radfahren gegen die Einbahn noch
attraktiver werden." So wird heuer der stark frequentierte Radweg
Ring-Rund erweitert und an die höheren Radfahrzahlen angepasst.
Gefahrenstellen werden entschärft. Ein weiteres Beispiel: Über die
Schwedenbrücke wird man künftig auf einem Mehrzweckstreifen radeln
können. Neue Radfahranlagen wird es u.a. auch in der Leopoldstadt, in
Rudolfheim-Fünfhaus, Hernals und in Döbling geben. Nächstes Jahr ist
die Eröffnung des Wiental-Highways bis zur Kennedy Brücke vorgesehen.
Darüber hinaus fördert die Stadt Wien die Errichtung von
Radabstellmöglichkeiten. "Uns ist wichtig, dass so viele
Radabstellanlagen wie möglich errichtet werden", betont Stadtrat
Schicker. 2009 sollen 2.500 neue Abstellplätze geschaffen werden.
Bezirke bekommen deshalb 90 Prozent der Kosten für den Bau von
Radständern auf öffentlichen Straßen und Plätzen aus zentralen
Budgetmitteln der Stadt rückerstattet. Auch Private, die im
öffentlichen Raum Radabstellanlagen errichten wollen, erhalten einen
Zuschuss. Darüber hinaus fördert Wien auch die Herstellung von
Radabstellanlagen auf Privatgrund - in Wohnhäusern, Betrieben oder
bei Geschäften. Neben den klassischen grünen Radbügeln werden jetzt
auch andere Fahrradständer sowie Fahrradboxen gefördert.
Auch das City-Bike-Modell wird weiter ausgebaut. Ganz aktuell:
die Kapazität der City-Bike-Station am Praterstern wurde von 20 auf
38 Boxen erweitet. In einem nächsten Schritt ist eine Ausweitung der
City-Bikes auf die westlichen Bezirke Wiens vorgesehen.
Zwtl.: Was die WienerInnen sonst noch brauchen
Von den Befragten wurden im Bereich Mobilität eine Reihe
weiterer Punkte genannt, die bei der Umsetzung neuer Projekte
jedenfalls berücksichtigt werden:
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o mehr Grünflächen: Diese Forderung der BürgerInnen wird bei der
Neugestaltung von Straßen und Plätzen als Rahmenbedingung für
die ArchitektInnen eingehen. Die Stadtplanung wird aber auch auf
mehr Grün in Wohngebieten achten. So ist im
Stadterweiterungsgebiet beim neuen Hauptbahnhof Wien ein
7 Hektar großer Park geplant.
o Wohnsammelgaragen: Vor allem in den dicht bebauten Bezirken
werden von den WienerInnen Garagen gebraucht. Eine Realisierung
ist jedoch nur in enger Abstimmung mit den BewohnerInnen
möglich. Gebaut wird jetzt eine neue Garage am 12.-Februar-Platz
beim Karl-Marx-Hof.
o Tempo-30-Zonen: Deren Ausweitung wird zur Verkehrsberuhigung in
Wohngebieten weiter vorangetrieben. 2009 sind u.a. im Volkert-
und Alliiertenviertel in der Leopoldstadt sowie in Gersthof
Tempo-30-Zonen geplant:.
o Wohnstraßen und Fußgängerzonen: Diese räumen FußgängerInnen und
RadfahrerInnen mehr Rechte im Straßenraum ein. 2009 sind z.B. in
der Inneren Stadt und in Neubau neue Fußgänger- und
Wohnstraßenzonen vorgesehen.
o Bessere ÖV-Anbindung: Um die Wohngebiete in den Außenbezirken
noch besser ans Öffi-Netz anschließen zu können ist neben dem
weiteren Ausbau der U-Bahn die Errichtung von attraktiven
Tangentialverbindungen geplant, so z.B. die neuen
Straßenbahnlinien 25 und 26 zwischen Floridsdorf und Donaustadt.
Bei den neuen Straßenbahntangenten sind abschnittsweise auch
'Rasengleise' angedacht.
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Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die
Anstrengungen der Wiener Verkehrspolitik gelohnt haben. Die
WienerInnen sind nicht nur zufriedener mit dem Leben in der Stadt.
Sie nutzen auch zunehmend die umweltfreundlichen öffentlichen
Verkehrsmittel, das Fahrrad oder gehen zu Fuß.
"Mit den Maßnahmen, die die Stadt im Bereich Mobilität und
Stadtplanung setzt, wird es gelingen, die hohe Lebensqualität in Wien
zu halten und noch weiter auszubauen", ist Stadtrat Schicker
überzeugt.
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(Schluss) lay
Rückfragehinweis:
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DI Vera Layr
Mediensprecherin StR DI Rudolf Schicker
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