China startet Massentötung von Streunerhunden
VIER PFOTEN verurteilt Tiermassaker in der Stadt Hanzhong
Wien (OTS) - Chinesische Behörden in der Stadt Hanzhong haben
bisher knapp 40.000 Hunde zu Tode prügeln lassen. Laut dem
stellvertretendem Bürgermeister Xing Tianhu handelt es sich bei der
Aktion um eine Maßnahme gegen Tollwut. Internationale
Tierschutzorganisationen und Medien berichten von brutalen
Jagdkommandos und Berge von Leichen.
VIER PFOTEN hat schon 2008 im Vorfeld der Olympischen Spiele auf
den brutalen Umgang mit Tieren in China berichtet. Während den
Spielen wurde aus Rücksicht auf die ausländischen Touristen zum Teil
auf öffentliche Gewalt gegen Tiere verzichtet. Nun setzt China erneut
auf Brutalität im Umgang mit Tieren.
"Dieses ungeheuerliche Massaker als Gesundheitsmaßnahme zu
verkaufen ist zynische Augenwischerei", erklärt Johanna
Stadler-Wolffersgrün, stellvertretende Geschäftsführerin von VIER
PFOTEN. "Internationale Studien haben bewiesen, dass die Massentötung
von streunenden Hunden sogar zu einem Anstieg der Krankheitsgefahr
für Menschen führen kann."
Bei der Massentötung wird kein Unterschied zwischen sterilisierten
Tieren und anderen gemacht. Die freigewordenen Reviere würden dann
andere, meist unbehandelte, Hunde aus der Umgebung anziehen. Dadurch
würde sich der Todeskreis immer wiederholen, so Stadler-Wolffersgrün
weiter. International werde zunehmend akzeptiert, dass eine
nachhaltige Reduzierung der Zahl der Streunerhunde nur mit einer
Gesamtlösung aus Geburtenkontrolle, Impfung und Überwachung möglich
ist
VIER PFOTEN arbeitet seit zehn Jahren international an einer
humanen Reduzierung der Anzahl von Streunerhunden, vor allem in
Osteuropa. Die Erfahrung zeigt, dass eine Kombination von
medizinischer Betreuung für die Tiere und Bewusstseinsbildung bei den
Menschen zu einem erfolgreichen Zusammenleben aller Stadtbewohner
führen kann.
"Das erneute brutale Vorgehen von chinesischen Behörden ist ein
Skandal", sagt Johanna Stadler-Wolffersgrün. "Wir rufen China auf,
endlich einen moderneren, menschlicheren Umgang mit Tieren
anzunehmen. Ein erster Schritt wäre es, mit der sinnlosen
Lebenszerstörung bei Streunern aufzuhören, und sich um nachhaltige
und humane Lösungen zu bemühen."
Rückfragehinweis:
Dylan Whiting
Pressesprecher VIER PFOTEN
Tel: 0664 308 63 03
Email: dylan.whiting@vier-pfoten.org
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0078 2009-06-18/10:19
181019 Jun 09













