- 04.06.2009, 14:28:19
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MedAustron - aktueller Stand und Ausblick - BILD

Wiener Neustadt (OTS) - Aufgrund der jüngst stattgefundenen
Diskussionen rund um CERN und damit auch MedAustron wurde im Rahmen
einer Pressekonferenz am 04. Juni der aktuelle Stand sowie die
Schritte der kommenden Jahre im Projekt MedAustron präsentiert.
Ganze zehn Tage hat die öffentliche Diskussion rund um das von
Minister Hahn initiierte Ausstiegsvorhaben aus dem Europäischen
Kernforschungszentrum CERN gedauert. Die Arbeit rund um das Projekt
MedAustron ging hingegen ohne Einschränkungen weiter und so konnte im
Rahmen der Pressekonferenz am 4. Juni der aktuelle Stand präsentiert
sowie ein Ausblick in die Zukunft gegeben werden.
In der Vorwoche konnte daher "die gewichtstechnisch schwerste
Ausschreibung, nämlich jene für 700 Tonnen speziellen Stahl für alle
Magnete bei MedAustron veröffentlicht werden", so der technische
Projektleiter Doz. Dr. Michael Benedikt. Die Vorentwurfsplanung wurde
von der Bietergemeinschaft "MPD - Moser, Architekten ZTG, Architekt
Podsedensek ZTG und Delta Baumanagement GmbH" vor Kurzem
abgeschlossen, die Projekteinreichung für das
Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren ist für September 2009
geplant. Wenn alles wie geplant läuft, so werden im vierten Quartal
2010 die Ausschreibungen für die Bauarbeiten veröffentlicht, drei
Jahre später beginnt dann der Probebetrieb und ab 2014 werden
Patientinnen und Patienten bei MedAustron behandelt.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Errichtungs- und
Betriebsgesellschaft (EBG) MedAustron, Mag. Klaus Schneeberger hob
bei der Pressekonferenz auch die Besonderheit des MedAustron hervor:
"Das MedAustron ist ein Diamant unter den Ionentherapiezentren. Nicht
nur, dass es bisher erst ein realisiertes Protonen und
Kohlenstoff-Ionen-Zentrum in Japan gibt und zwei in Europa - in
Heidelberg und das CNAO in Pavia - erst vor der Fertigstellung sind,
der hohe Anteil an nichtklinischer Forschung wird im MedAustron
einzigartig sein." Und Dr. Benedikt ergänzte: "Die Forschung, die im
MedAustron betrieben werden kann, bringt der österreichische
Wissenschaftsgemeinschaft Vorteile und sie wird davon enorm
profitieren."
Für Schneeberger steht außer Zweifel, dass ein Ausstieg aus CERN
eine existenzielle Frage für das MedAustron-Projekt gewesen wäre:
"Die Kooperation mit CERN ist in Sachen Technologietransfer,
technischer Betreuung und in der Frage des Wissensaustauschs
überlebensnotwendig."
Für die medizinische Leiterin bei MedAustron, Frau ao. Univ. Prof.
Dr. Ramona Mayer, MSc war aber auch wichtig, im Rahmen der
Pressekonferenz zu erwähnen, "dass MedAustron nicht das bestehende
onkologische Angebot ersetzt, sondern jene Patientinnen und Patienten
behandelt werden, die mit der herkömmlichen onkologischen Behandlung
kaum oder nur schwer behandelt werden können."
"MedAustron wird im medizinischen Bereich als Ambulatorium
geführt, durch die Nähe des neu geplanten Landesklinikums Wiener
Neustadt können aber auch stationäre Patientinnen und Patienten
einfach behandelt werden. Mit einem Beginn des Probetriebes ist 2013
zu rechnen", so der EBG-Geschäftsführer Dr. Martin Schima.
MedAustron ist das geplante Zentrum für Ionentherapie und
Forschung in Wiener Neustadt, wo ab 2014 Patientinnen und Patienten
mit Protonen (Kerne des Wasserstoffatoms) oder Kohlenstoffionen
(Kerne des Kohlenstoffatoms) behandelt werden. Das Kernstück von
MedAustron ist der Teilchenbeschleuniger, in dem diese Teilchen auf
nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, bevor sie in die
Strahlzuführung und anschließend in die Bestrahlungsräume münden.
Rückfragehinweis:
EBG MedAustron GmbH Roman Frauenberger, MSc Viktor Kaplan-Straße 2 A 2700 Wiener Neustadt t +43 (0)2622 90878 f +43 (0)2622 90878 199 m [email protected] w www.ebgmedaustron.at
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