Faymann zu CERN: "Sehe Diskussion über Austritt als beendet an"

"Muss an das Ansehen des Landes denken" - Reputation hat übergeordnete Bedeutung

Wien (SK) - "Ich habe als Bundeskanzler an das Ansehen des Landes
zu denken und habe daher klargemacht, dass ich gegen einen CERN-Austritt bin", so Bundeskanzler Werner Faymann Montagnachmittag nach einem Treffen mit Wissenschaftsminister Hahn und Bildungsministerin Schmied. Forschung brauche "Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit", überdies hätten sich in den letzten Tagen "zahlreiche WissenschafterInnen zu Wort gemeldet, die über die Reputation unserer Landes im Forschungsbereich ihre Besorgnis geäußert haben". Klar sei, dass "Reputation und Ansehen übergeordnetes Interesse haben, daher sehe ich die Diskussion über einen CERN-Austritt als beendet an", bekräftigte Faymann. ****

Es sei zu bedenken, dass es um eine Mitgliedschaft in einem europäischen Forschungsbereich gehe, an dem seit mittlerweile 50 Jahren viele europäische Länder teilnehmen und es "wesentliche Erfolge" gebe. Auch müsse man sich bei einem Forschungsprojekt, an dem so viele Mitgliedstaaten teilnehmen, die Frage stellen, "was wäre, wenn bei allen Projekten immer irgendeiner austritt", betonte Faymann die Bedeutung der Verlässlichkeit im Forschungsbereich. "Wenn es viele Partner gibt, müssen sich alle aufeinander verlassen können". Der Bundeskanzler erinnerte auch daran, dass viele WissenschafterInnen an Ausbildungsprogrammen in Zusammenhang mit CERN teilgenommen hätten, überdies hätte sich auch eine Reihe von Wirtschaftsbetrieben in diesem Bereich positioniert.

Keinesfalls abgeschlossen sei eine Diskussion darüber, "wie wir uns im Rahmen dieses und anderer Forschungsprojekte verbessern können", so Faymann, der klarstellte, dass nun auch zu fragen sei, welche Verbesserungen bezüglich der Inhalte der Forschungsprojekte und wie eine Optimierung der Richtung vorgenommen werden können. In dieser Frage könne sich Minister Hahn auf die Regierung als Gesamtes verlassen. Er verstehe auch, dass verantwortliche MinisterInnen im Rahmen der Budgetmöglichkeiten Ausgaben im Rahmen von Mitgliedschaften und inhaltliche Richtungen überprüfen, so Faymann. (Schluss) mb

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