Trumau wird Hochschul-Gemeinde

Katholische Hochschule "Internationales Theologisches Institut (ITI)" legt trotzt der Krise Grundstein zu Wachstum

Wien (OTS) - Am 11. Mai 2009 wurde die feierliche Grundsteinlegung für einen neuen ITI Campus von Großkanzler, Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Otto Pendl, Abgeordneter zum Nationalrat, in Anwesenheit des vollständigen Kuratoriums der ITI Hochschule und über 300 Gästen vorgenommen. Damit entsteht noch in diesem Jahr, im Süden von Wien und im Herzen Europas, eine neue universitäre Bildungsstätte, die ein vollständiges Theologiestudium mit Doktorat und Magisterium, das auch vom österreichischen Staat anerkannt ist, anbietet.

Landeshauptmann Erwin Pröll verbindet mit dieser Grundsteinlegung drei wichtige Ziele. Niederösterreich brauche internationale Hochschulprojekte, die in Europa eine Brückenfunktion übernehmen und ein Tor zur Welt öffnen können. "Wir kennen von allem den Preis, aber oft nicht den Wert", unterstrich der Landeshauptmann in Anlehnung an ein Zitat von Oscar Wilde die Bedeutung dieser Hochschule, die sich in einer Zeit des überhandnehmenden Materialismus und des Werteverlustes wieder um Orientierung bemühe: "Nicht wir sind die Götter auf Erden, sondern es gibt jemanden über uns, der uns lenkt und leitet". Weiters betonte Pröll: "Niederösterreich ist ein christliches Land und wir wollen es bleiben", und fügte hinzu, dass der ITI-Schwerpunkt Ehe und Familie deshalb so wichtig sei, da "die Familie die Institution ist, die die Gesellschaft trägt. Der Ehe muss wieder der ihr zukommende Rang eingeräumt werden."

Bürgermeister Otto Pendl, Abgeordneter zum Nationalrat, hieß zusammen mit seiner Gemeinde die Hochschule in Trumau willkommen und zeigte sich über die Pläne erfreut, das Bildungsangebot in den nächsten Jahren zu erweitern. Würde das ITI nicht bereits existieren, dann müsste man es sofort gründen, so der Abt von Heiligenkreuz, Gregor Henckel-Donnersmarck. Als er hörte, dass das ITI seinen bisherigen Sitz in Gaming verlassen wolle, habe er sich sofort überlegt, ob er nicht helfen könne, einen neuen Standort zu finden, da eine Institution wie das ITI unbedingt bestehen müsse.

Kardinal Schönborn, der das ITI seit über 12 Jahren trägt und fördert, bedankte sich bei allen beteiligten Helfern und Gönnern. Gestärkt habe ihn 1998 die Ermutigung Johannes Paul II. bei seinem Besuch in St. Pölten: "Das ITI ist heute eine kleine Pflanze, aber sie soll ein großer Baum werden". Hier in Trumau sieht Schönborn nun den Boden für dieses Wachstum bereitet. Weiters betonte der Kardinal, dass jetzt auch verschiedene, unabhängige Studien gezeigt haben, dass die Familie ein unabdingbarer Träger der Gesellschaft sei.

Mag. Robert Rintersbacher, Geschäftsführer der NÖSTA, präsentierte das Bau-Projekt und unterstrich das Campus-Konzept: "Wir bauen Wohnungen und kein Studentenheim", denn zusammen Leben und Studieren sei ein wesentlicher Bestandteil des ITIs, zumal auch viele Studenten mit ihren Familien am Campus wohnen würden. Die NÖSTA, gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft, baut die Wohnhausanlage mit 77 Wohnungen für ca. 120 Studenten. Die Wohnungen umfassen Größen von 38 m2 bis 112 m2 und ermöglichen eine sehr flexible Unterbringung. Insgesamt werden 3.857 m2 Wohnnutzfläche entstehen. Die Kosten dieses geförderten Projektes betragen 8,2 Millionen Euro.

Am 1. Oktober ist Studienbeginn in den Räumlichkeiten des Schlosses!

Nicht nur auf dem Baugelände für den neuen Campus beherrschen demnächst Bauarbeiter das Bild, auch im Schloss Trumau werden die Räume für die Bibliothek, die Lehrsäle und Büros der ITI Hochschule adaptiert. Besonders aufwendig ist der große Festsaal für bis zu 400 Personen. 1,2 Millionen Euro sollen in den nächsten Monaten investiert werden.

Die Außenarbeiten am Schloss sind bereits im Vorfeld erfolgt und das Gebäude strahlt heute historische Gediegenheit aus. Ein wunderschönes Ambiente für die rund 60 Studenten aus 20 Ländern, die bereits für das kommende Semester 2009/2010 zugelassen worden sind. Unterrichtssprache am ITI ist aufgrund der Internationalität der Studierenden und der Professoren Englisch.

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