• 05.05.2009, 15:19:48
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FP-Ebinger,Gudenus über den Kontrollamtsbericht zum Ronacher-Fiasko

FPÖ-Kritik vollinhaltlich bestätigt

Wien, 05-05-09 (OTS) - Die von der Wiener FPÖ geforderte
Überprüfung des Ronachers durch das Kontrollamt bestätigt gravierende
Mängel bei Planung und Ausführung. So erfolgte bereits die
Ausschreibung des Architektenwettbewerbes mit unzulässigen
Einschränkungen und schloss kleinere Architekturbüros von vornherein
aus, machen FPÖ-Kultursprecher LAbg. Mag. Gerald Ebinger und LAbg.
Mag. Johann Gudenus aufmerksam.

Auch bei der Ausschreibung der Generalmanagementleistungen konnte
keiner der Bewerber die Mindesteignungskriterien erfüllen, weshalb
das Verfahren widerrufen wurde. Durch die strikte Einhaltung der
projektierten Kosten von 34,1 Mio. Euro durch die Vereinigten Bühnen
Wien kam es nach der Projektplanung immer wieder zu massiven
Änderungen der Baupläne, berichtet Ebinger.

Die Kritik des Kontrollamtes richtet sich dabei vor allem an die mit
der Planung und Bauabwicklung befasste Auftragnehmerin, deren
Kostenschätzung zu optimistisch war. So lag etwa alleine das Angebot
des Bestbieters für die Rohbauarbeiten mit 7,38 Mio. Euro um rund 2
Mio. Euro über der vom Generalplaner geschätzten Summe.

Derartige Fehlplanungen bei den Kosten waren laut Kontrollamt
ausschlaggebend, dass mehr oder weniger bedeutsame Abstriche vom
geplanten Funktionskonzept vorzunehmen waren. Die Einsparung von
Werkstätten wurde mit 624.000 Euro angegeben. Einsparungspotential
wurde auch bei der Bühnentechnik gefunden, ebenso wurde die Sanierung
der Holzfenster aufgeschoben, erklärt Gudenus.

Dazu stellt das Kontrollamt fest, dass das vorgegebene Ziel der
Funktionssanierung nicht in vollem Umfang erreicht wurde und in den
nächsten Jahren mit weiteren teuren Sanierungsmaßnahmen zu rechnen
ist. Zudem wird bemängelt, dass der geplante Eröffnungstermin schon
aufgrund der Komplexität der Sanierung und der zu gering bemessenen
Abwicklungsdauer nicht eingehalten werden konnte.

Unverzeihlich ist auch die sechsmonatige Verzögerung bei den
baurechtlichen Genehmigungsverfahren, da auch hier die eingereichten
Unterlagen mangelhaft waren. Allfällige Bauverzögerungen durch "die
Auffindung von "stadtarchäologisch zu untersuchenden Gebäudeteilen"
auf die von Seiten des Denkmalamts hingewiesen wurde, fanden
überhaupt keine Berücksichtigung.

Weitere Kosten zu Lasten des Steuerzahlers aufgrund der mangelhaften
Planung und Kosteschätzung werden für die weitere Sanierung des
Ronachers notwendig sein. Das von der SPÖ zu verantwortende
Finanzdebakel auf dem Rücken der Wiener Steuerzahler ist also noch
nicht zu Ende, warnen Ebinger und Gudenus. (Schluss)am

Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien
4000/81745

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