- 03.04.2009, 19:53:43
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Neues Volksblatt: "Wozu die AK? (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 4. April 2009
Linz (OTS) - Eine bedenkliche Entwicklung hat sich diese Woche
weiter manifestiert, ohne dass es darüber eine nennenswerte
Diskussion gegeben hätte. Die Beteiligung an der Arbeiterkammerwahl
ist mit Ausnahme von Salzburg in allen Bundesländern, die bisher
gewählt haben, zurückgegangen, und zwar zum Teil dramatisch. In der
Steiermark sank sie unter 40 Prozent, über 50 Prozent der
Arbeitnehmer machten vom Wahlrecht nur in Tirol Gebrauch. Relativ
leicht gemacht hat es sich der schwer verlustgebeutelte AK-Präsident
von OÖ, FSG-Spitzenkandidat Johann Kalliauer. Die Leute, so meinte
er, hätten in Krisenzeiten andere Sorgen als zur Wahl zu gehen. Mit
Verlaub, Herr Kalliauer: Wenn es die AK nicht schafft, den
Arbeitnehmern das Wählen ans Herz zu legen - zumal in Krisenzeiten -,
dann läuft etwas schief. Offenbar wird die AK nicht als
Interessenvertretung in dem Sinn wahrgenommen, wie sie eigentlich
konzipiert ist. Preisvergleiche von Osterhasen in Ehren, aber dass es
in einer freien Marktwirtschaft eine unterschiedliche Preisgestaltung
gibt, sagt schon der Hausverstand. Und als Kooperationspartner für
diverse Sommer- oder Stadtfeste braucht man die AK auch nicht. Wofür
man sie braucht, ist der Mehrheit der Pflichtmitglieder aber offenbar
nicht mehr klar.
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