• 28.03.2009, 20:25:43
  • /
  • OTS0053 OTW0053

Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: "Die Dehnbarkeit eines Begriffs" (von Daniela Gross)

Ausgabe, 29. März 2009

Klagenfurt (OTS) - In einem Wohlfahrtsstaat hat Solidarität
eigentlich keinen gesonderten Aufruf nötig - sie ist da.
Sozialversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pensionsversicherung -
überall schneidet ein anderer am selbst erwirtschafteten Kuchen mit;
dafür nascht man selbst wieder an anderen. Selbstverständlich.
Solidarisch.

Nun werden die Aussichten aber trübe, die Arbeitslosenzahl steigt,
die Konjunktur schwächelt. Die Zeiten werden hart; die Sinfonie in
Moll geschrieben. Verzicht scheint das Schlagwort, das auf die Krise
folgt. Aber wo fängt der eigene Verzicht an. Und vor allem: Wo hört
er auf?

Darf die Industrie, die auf Mega-Auftragsflauten zusteuert, von
ihren Mitarbeitern - aus Solidarität - eine Verschiebung der
Lohnrunde fordern? In Zeiten des kollektiven Zusammenhalts, im Namen
der Krise - vielleicht. Der Solidarität zuliebe. Wer aber hat das
Wort in den Mund genommen, als es - der Solidarität zuliebe - um die
Verteilung exorbitant hoher Gewinne gegangen ist?

Rückfragehinweis:

Neue Kärntner Tageszeitung
   Viktringer Ring 28
   9020 Klagenfurt
   
   Tel.: 0463/5866-509
   E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KTI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel