- 11.02.2009, 11:31:59
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Monatliche Kriminalstatistik - Jänner 2009
Rückgang der Kriminalität zum Vormonat - Rückgang zum Monatsdurchschnitt des Vorjahres
Wien (OTS) - Die Österreichische Exekutive zeigte im Jänner diesen
Jahres den Anklagebehörden 46.635 Strafdelikte an. Beim Vergleich mit
dem Vormonat, also mit dem Dezember 2008, in dem 48.899 Anzeigen zu
verzeichnen waren, ist eine Dezimierung von 4,9 % festzustellen. Beim
errechneten Monatsdurchschnitt für das Jahr 2008, der 47.724
angezeigte Fälle ergibt, liegt der diesjährige Jännerwert um 2,3 %
darunter.
Im Jänner des Vorjahres wurden 43.543 Anzeigen statisiert. Das
entspricht einem Anstieg von 3.092 Fällen oder 7,1 %.
In der Detailansicht fällt beispielsweise ein Anstieg bei den
Anzeigen nach § 302 StGB (Amtsmissbrauch) auf - er liegt bei 4.381,8
%. In Zahlen ausgedrückt, ergibt das ein Plus von 493 Delikten.
485 dieser Delikte wurden allein in Oberösterreich statisiert und
führen auf eine Amtshandlung aus dem Jahre 2008 zurück. Damals
forschte die Polizei einen Autowerkstattbetreiber aus, der
widerrechtlich Begutachtungsplaketten für PKW ausgab und dem
insgesamt über 1.000 Fakten zur Last gelegt wurden. Der Fall ist nun
abgeschlossen und die restlichen 485 Delikte, die noch nicht
statisiert waren, wurden in die Jännerstatistik 2009 aufgenommen.
Ähnlich gelagert ist auch der Anstieg von Betrugsanzeigen im
Bundesland Niederösterreich. Auch hier wurden nach mehrmonatiger
Ermittlungsarbeit gegen ein betrügerisches Trio die Anzeigen in die
Jännerstatistik aufgenommen. Den Tatverdächtigen werden 964
Straftaten vorgeworfen, die nunmehr nach erfolgreichem Abschluss der
Polizeiarbeit in der Kriminalstatistik vom Jänner 2009 sind.
Diese positive Polizeiarbeit findet in der Kriminalstatistik einen
scheinbar negativen Niederschlag. Dadurch hat die monatliche
Kriminalstatistik keine hohe Aussagekraft über die
Sicherheitssituation in Österreich und den Erfolg oder Misserfolg der
polizeilichen Arbeit.
Die Zahlen zeigen lediglich das Anzeigeverhalten der Exekutive auf
und weisen auf den administrativen Bereich der Strafrechtspflege hin.
Es wird darauf hingewiesen, dass Monatsvergleiche von enormen
Unschärfen geprägt sind. Als Schwächen haben sich dabei vor allem der
kurze Betrachtungszeitraum und die geringen Messgrößen
herauskristallisiert, wodurch sich indirekte Einflussfaktoren wie
Zeitpunkt der Eingabe in die Statistik oder längere
Erhebungszeiträume enorm auswirken.
Zur Veranschaulichung die breite Schwankung der Monatswerte in den
letzten sechs Jahren im Vergleich zu den statistischen
Gesamtjahreswerten:
Ausgangssituation Jänner Gesamtjahresergebnis 2004 -0,2 % +0,1 % 2005 -5,2 % -6,0 % 2006 -0,2 % -2,3 % 2007 +10,8 % -0,8 % 2008 -11,8 % -3,6 % 2009 + 7,2 % ?
Aussagekräftiger stellen sich die Vergleiche der Vormonate dar:
Angezeigte Fälle
Sept 2008 Okt 2008 Nov 2008 Dez 2008 Jan 2009 Burgenland 945 975 831 1.221 475 Salzburg 2.619 2.895 2.575 2.763 3.000 Kärnten 2.665 2.919 2.755 2.890 2.122 Oberösterreich 6.574 7.208 6.389 6.522 6.055 Wien 18.182 19.322 18.732 17.594 17.479 Steiermark 4.756 5.380 5.071 5.002 4.284 Tirol 3.701 3.863 3.713 3.820 4.330 Vorarlberg 1.802 1.823 2.016 1.837 1.764 Niederösterreich 7.231 7.748 7.290 7.250 7.126 Österreich 48.475 52.133 49.372 48.899 46.635
Am besten erkennbar ist die Entwicklung in der Betrachtung über 61
Monate (fünf Jahre + Jänner 09). Hier sind zwar deutliche
Unterschiede im monatlichen Verlauf, aber anhand der
Polynom-Berechnungen doch auch die Trends ersichtlich.
Im Folgenden die entsprechenden Werte im Bereich der
Gesamtkriminalität, sowie die Deliktsbereiche Einbruchskriminalität,
Raub und Vandalismus:
Siehe Anhang!
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Rückfragehinweis:
Bundeskriminalamt
Armin Halm
Tel: 0664 - 514 04 21
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