"Sternsinger" besuchten Vizekanzler Pröll

Fair gehandelte Süßigkeiten und eine an den Klimawandel erinnernde Palme als Präsente

Wien, 2.1.09 (KAP) Vizekanzler Josef Pröll wurde erstmals in seiner neuen Funktion von den "Sternsingern" der Katholischen Jungschar in der ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse besucht. Mit der Dreikönigsaktion (DKA) ist der Vizekanzler aber seit langem gut vertraut, sind doch auch seine eigenen Kinder in ihrer Heimatpfarre als "Caspar, Melchior und Balthasar" unterwegs.

Als Dank für ihren Gesang und die Segenswünsche für das Jahr 2009 bekamen die Sternsinger nicht nur eine Spende für ihre "Hilfe unter gutem Stern" und ein Autogramm auf dem "Prominentenstern" der Gruppe. Sie wurden auch von Josef Pröll persönlich mit Tee und Weihnachtsbäckerei verköstigt.

Die "Sternsinger" überreichten ihrerseits dem Vizekanzler als "königliche Gaben" fair gehandelte Süßigkeiten als Symbol für nachhaltige Handelsbeziehungen zwischen Europa und den Ländern des "Südens". Eine ebenso überreichte Palme diente als Symbol für die Sorge der "Sternsinger" um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschen in den Armutsregionen der Welt und als Hinweis auf die neue gemeinsame Kampagne für Klimagerechtigkeit der europäischen kirchlichen Hilfswerke.

Eine "Sternsinger"-Gruppe der Pfarre Alservorstadt war zu Gast im kirchennahen Bankhaus "Schelhammer & Schattera". Die Dreikönigsaktion und das österreichische Bankhaus verbindet eine Beziehung, die über das Geschäftliche hinausgeht.

"Es geht uns seit Jahren um eine ethische und nachhaltige Geschäftsstrategie", brachte Vorstandsdirektor Günter Bergauer die Geschäftspolitik des Bankhauses auf den Punkt: "Wir stehen hinter dem Einsatz der 'Sternsinger' für eine gerechtere Welt". "Schelhammer & Schattera" unterstützt die Dreikönigsaktion nicht nur in der Sternsingerzeit. Auch während des Jahres betätigt sich die Privatbank als Sponsorin für die "Hilfe unter gutem Stern".

Auch dem ÖSV-Ski-Damenteam haben "Caspar, Melchior und Balthasar" ihre Aufwartung gemacht. Rechtzeitig vor Beginn der Ski-WM in Frankreich überbrachten die Heiligen Drei Könige den Skisportlerinnen Glück- und Segenswünsche für die laufende Saison.

Die 85.000 Mädchen und Buben, die in diesen Tagen in ganz Österreich als "Sternsinger" unterwegs sind, hätten sich der Parole von Papst Benedikt XVI. zum heurigen kirchlichen Weltfriedenstag ("Armut bekämpfen, Frieden schaffen") verschrieben, betonen die Sprecher der Dreikönigsaktion. Es gehe darum, den Unterdrückten zur Seite zu stehen und der Gesellschaft den Weg in eine "menschliche, ökologisch-nachhaltige Entwicklung zu weisen", die auf Gerechtigkeit und Solidarität beruht.

Von Tür zu Tür unterwegs, würden die "Sternsinger" die weihnachtliche Friedensbotschaft überbringen: Der Wunsch nach Versöhnung und Frieden gelte allen Menschen - ganz egal welcher Hautfarbe, ob arm oder reich, ob Mann oder Frau. Den Kindern gehe es dabei darum, Verantwortung für das Wohl der Welt zu übernehmen. Das sei kein einfaches Unterfangen, schon gar nicht für Kinder: "Beim Sternsingen wird aus diesem Wunsch Realität".

Mehr als 500 Hilfsprojekte in den Entwicklungsländern werden mit den Spenden an die Heiligen Drei Könige unterstützt. Ob Straßenkinder in Uganda, landlose Kleinbauern in Nicaragua, engagierte Kirche im Kampf um Gerechtigkeit auf den Philippinen - jedes der rund 500 "Sternsinger"-Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika ist ein Baustein für eine gerechtere Welt, so die Sprecher der Dreikönigaktion.

Wie der Einsatz der "Sternsinger" das Leben von Menschen im "Süden" verändert, zeigt ein Projekt in Uganda. Ungerechte Wirtschaftsstrukturen sowie Jahrzehnte des Bürgerkriegs hätten in dem ostafrikanischen Land furchtbare Wunden hinterlassen: Familien seien zerrissen, die Landwirtschaft liege danieder. Klimawandel, Umweltzerstörung und Nahrungsmittelknappheit, jeder einzelne Faktor für sich sei ein massives Problem. In Kombination jedoch seien die Folgen fatal. Die diözesane Organisation für Entwicklung in der Diözese Jinja (Jinja Diocesan Development Coordinating Organisation), unterstütze die Bevölkerung dabei, ihre Ernährungs- und Einkommenssituation zu verbessern. Die Bauernfamilien würden in ökologischen Anbaumethoden geschult und lernten so, ihre Produktivität nachhaltig zu steigern.

In den kommenden Tagen stehen weitere Besuche der "Sternsinger" u.a. bei Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (5. Jänner), Bundeskanzler Werner Faymann (6. Jänner) und Außenminister Michael Spindelegger (7. Jänner) auf dem Programm. (ende)
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