BM Berlakovich besucht Baustelle der Wildbach- und Lawinenverbauung in Salzburg

125 Jahre Wildbach- und Lawinenverbauung in Österreich

Salzburg (OTS) - "Im Jahr 2009 feiert die Wildbach- und Lawinenverbauung ihren 125. Geburtstag. Seit jeher steht der Schutz der Menschen und der Siedlungsräume im Vordergrund. Ein wichtiger regionaler Schwerpunkt ist das Land Salzburg. 70 Prozent der Gesamtfläche von Salzburg liegen im Einzugsgebiet der Wildbach- und Lawinenverbauung. 2008 wurden 25 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen im Land Salzburg investiert, das sind um 3 Millionen Euro mehr wie im Jahr 2007 und entspricht einem Fünftel der gesamten Bundesmittel", so Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich heute anlässlich der Besichtigung am Zinkenbach in der Gemeinde Strobl in Salzburg.

Salzburg wird von 980 Wildbächen und 110 Lawinen bedroht. 116 der 119 Salzburger Gemeinden werden von 208 MitarbeiterInnen der Wildbach- und Lawinenverbauung betreut, darüber hinaus wurde bereits für 114 Gemeinden ein Gefahrenzonenplan ausgearbeitet.

Eine wichtige Baustelle ist der Zinkenbach in der Gemeinde Strobl. Der Zinkenbach hat in den letzten 100 Jahren immer wieder schwere Verwüstungen an seinem fünf Quadratkilometer großen Schwemmkegel in den Gemeinden Strobl und St. Gilgen verursacht. Im Rahmen eines vier Millionen teuren Großprojektes, das zu 67 Prozent vom Bund gefördert wurde, wurde er seit 1982 systematisch verbaut.

2009 ist ein ganz besonderes Jahr für die Wildbach- und Lawinenverbauung. Sie feiert ihr 125jähriges Bestehen. "Als forsttechnischer Dienst für die Abholzung für die Eisenverhüttung gegründet, bestehen die aktuellen Herausforderungen darin, grenzüberschreitende Anpassungsstrategien aufgrund des Klimawandels -wie etwa bei der Mobilisierung von Permafrostböden - zu entwickeln", so Berlakovich weiter.

Nicht nur die erfolgreichen Schutzmaßnahmen der letzten Jahre können sich sehen lassen. Die Wildbach- und Lawinenverbauung ist auch ein österreichweiter Wirtschaftsfaktor: 2006 wurde 118 Millionen an finanziellen Mitteln eingesetzt. Aus aktuellen Studie geht hervor, dass durch die Tätigkeit der Wildbach- und Lawinenverbauung eine jährliche Bruttowertschöpfung von 190 Millionen Euro ausgeht und dadurch 2.100 Arbeitsplätze gesichert werden", hielt der Minister abschließend fest.

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA0001