Leitl: Betriebe unterstützen, um auftragsärmere Phasen für Aus- und Weiterbildung nutzen zu können

Mit geförderten Qualifizierungsmaßnahmen, flexibleren Arbeitszeitmodellen und "Sicherungsgeld" Beschäftigtenstand bestmöglich halten und Wettbewerbsfähigkeit stärken

Wien (PWK002) - "Betriebe in Österreich, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, brauchen die Unterstützung durch geförderte Qualifizierungsmaßnahmen", diese Forderung richtet WKÖ-Präsident Christoph Leitl an die Politik. Dadurch sind die Betriebe fit für den globalen Wettbewerb, etwas, wovon sie auch in besseren Zeiten, die sicher wieder kommen werden, profitieren.

Gefragt sind flexible Arbeitszeitmodelle, die auf betrieblicher Ebene kürzere Arbeitszeiten mit geförderter Aus- und Weiterbildung kombinieren. "Damit können auftragsärmere Zeiten in Unternehmen für die Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten sinnvoll genutzt werden."

Innovative Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen bestehender Beschäftigungsverhältnisse sollen auch dazu beitragen, Fachkräfte, die in der Vergangenheit mit großen Bemühungen seitens der Unternehmen ausgebildet bzw. gesucht wurden, in den Betrieben zu halten.

Weiters brauchen vor allem KMU Alternativen bzw. Ergänzungen zur klassischen Kurzarbeit, ist diese für kleinere Unternehmen bzw. für die Dienstleistungsbranche kaum praktikabel. Notwendig ist da vielmehr eine Unterstützung ohne starre Vorgaben und komplexe Voraussetzungen. Der WKÖ-Chef schlägt die Einführung eines so genannten "Sicherungsgeldes" vor: "Das sollen ‚Betriebe in Not‘ auch ohne speziellen Kollektivvertrag bekommen, wenn sie ihre Beschäftigten über einen bestimmten Zeitraum weiter im Unternehmen behalten."

Darüber hinaus gelte es die bereits beschlossenen Konjunkturbelebungsmaßnahmen möglichst rasch umzusetzen, damit die insgesamt 1,9 Milliarden Euro, die im Rahmen der Konjunkturpakete I und II in Maßnahmen zur Stärkung der Konjunktur investiert werden, so schnell wie möglich zu greifen beginnen. Ebenfalls konjunkturstärkend ist die vorgezogene Steuerreform ab 2009 im Ausmaß von 2,7 Milliarden Euro.

Um den Geldkreislauf für Unternehmen, insbesondere für KMU anzukurbeln, muss weiters der staatliche Schutzschirm Bankenpaket dazu eingesetzt werden, die Kreditvergabe wieder in Schwung zu bringen.

"Ziel aller Bemühungen muss es sein, Arbeitslosigkeit bestmöglich zu vermeiden, den Beschäftigtenstand in unserem Land konstant zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe durch immer besser ausgebildete Mitarbeiter zu stärken", unterstreicht Leitl. (JR)

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