E-Control: Die sichere Versorgung mit Erdgas in Europa muss weiterentwickelt werden

Versorgungssicherheit in Österreich weiter gegeben - laufendes Monitoring garantiert rasche Reaktionsmöglichkeit

Wien (OTS) - Obwohl die Verhandlungen zwischen der Gazprom und der Ukraine bezüglich der Gaslieferungen vorerst gescheitert sind, sind im Moment keine Auswirkungen auf die österreichische Gasversorgung zu befürchten. Die gewohnt zuverlässige Versorgungssicherheit ist nach wie vor gegeben, die eingelagerten Erdgasmengen sowie die Inlandsproduktion sichern gegenwärtig die Versorgung der österreichischen Kunden in vollem Umfang. "Auch wenn sich die österreichischen Gaskonsumenten auf eine sichere Gasversorgung verlassen können, muss auch in Zukunft sichergestellt werden, dass dieses hohe Niveau einer sicheren Versorgung in Europa erhalten bleibt.," beurteilt Walter Boltz, Geschäftsführer der Energie Control GmbH, die aktuelle Lage.

Europas Versorgungssicherheit muss weiterentwickelt werden

Europa bezieht rund 40% seines Verbrauchs aus Russland. Zwei Drittel davon wird über die Ukraine nach Europa transitiert. Gazprom Export importiert Erdgas in die Ukraine und verfügt über einen Transitvertrag. Genau in dieser Doppelrolle sieht Walter Boltz einen Weiterentwicklungsbedarf für Europa. "Nicht Gazprom Export sollte künftig der Vertragspartner der Ukrainischen Transportgesellschaf Ukrtransgas sein, sondern direkt die europäischen Importeure". Damit könnte sichergestellt werden, dass die Lieferprobleme zwischen Gazprom Export und Naftogaz vom Gastransit nach Europa vertraglich getrennt würden. "Für alle Beteiligten würde diese Lösung zu einer Entpolitisierung der Diskussion und so zu mehr Transparenz beim Gasimport nach Europa führen", zieht Walter Boltz Bilanz aus dem Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine.

Erdgasspeicher sichern wichtige Instrumente der Versorgungssicherheit.

Österreich verfügt im Vergleich zu anderen Ländern über erhebliche Speicherkapazitäten. Allerdings sieht Walter Boltz den Bedarf, neue Speicheranlagen, wie zum Beispiel den Erdgasspeicher in Haidach, den die RAG AG betreibt und der durch Wingas und Gazprom Export vermarktet wird, auch an das österreichische Gasnetz anzubinden. "Dies gilt auch für alle neuen Speicherprojekte, die in Österreich geplant sind.", sieht Boltz als Notwendigkeit, eine sichere Versorgung auch in Zukunft zu gewährleisten.

Krisenmanagement gut vorbereitet

E-Control in ihrer Eigenschaft als zuständige Behörde für die Krisenvorbereitung steht mit den beteiligten Akteuren in der Gaswirtschaft und dem Regelzonenführer AGGM AG in laufendem Kontakt, um die Versorgungslage zu beurteilen und im Falle tatsächlicher Probleme bei der sicheren Versorgung mit Erdgas vorbereitete Maßnahmen vorzuschlagen, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit sofort umgesetzt werden können.

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