Hundstorfer zu Arbeitsmarkt: Zielgerichtete Maßnahmen sollen Zunahme der Arbeitslosigkeit dämpfen

Höherqualifizierung, überbetriebliche Lehrausbildung, Kurzarbeit und Arbeitsstiftungen sollen ausgebaut werden

Wien (BMSK) - "Die aktuellen Arbeitsmarktdaten mit einem Anstieg
der Zahl der Arbeitslosen um rund 21.000 Personen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres unterstreichen leider die negativen Prognosen der vergangenen Wochen und sind als Vorbote für die Entwicklung am Arbeitsmarkt für die kommenden Monate zu werten", sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer Freitag nach Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten. Um den zu erwartenden Anstieg der Arbeitslosigkeit so gering wie möglich zu halten, sei von Seiten der Bundesregierung eine Reihe von Maßnahmen geplant, kündigte der Minister an. "Man muss die Krise auch als Chance sehen und die Möglichkeit ergreifen, durch zielgerichtete Ausbildung viele Arbeitnehmer fitter für den Arbeitsmarkt zu machen", so der Minister. ****

"Neben den Konjunkturpaketen, der Senkung der Steuern und dem Bankenpaket, die allgemein die Wirtschaft und die Inlandsnachfrage stimulieren sollen, werden wir ganz spezifische Maßnahmen umsetzen, um möglichst effektiv in den Problembereichen vorgehen zu können", sagte Hundstorfer. Im konkreten meinte der Minister, dass die Höherqualifizierung der Arbeitnehmer ausgebaut werden soll. Durch regionalspezifische Qualifizierung sollen auf diesem Weg 20.000 Arbeitslose im Jahr 2009 zu Fachkräften ausgebildet werden.

Besonders schmerzlich sei der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit, so Hundstorfer. Man werde alles unternehmen, dass 2009 alle Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz wollen, auch einen erhalten. Im Zentrum der Bemühungen werde vor allem der Ausbau der überbetrieblichen Lehrausbildung stehen. Überdies soll die Kurzarbeit ausgebaut werden, wobei es hier eine Verknüpfung mit Qualifizierungsmaßnahmen geben soll. Der Ausbau der Arbeitsstiftungen sei ebenfalls geplant.

"Es hilft zwar dem einzelnen Arbeitslosen nichts, und ich möchte auch nichts beschönigen. Man darf aber trotz dieser schmerzhaften negativen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt nicht vergessen, dass wir in Österreich dank der Maßnahmen, die in den letzten beiden Jahren gesetzt wurden, die zweitniedrigste Arbeitslosigkeit in der EU haben", merkte der Sozialminister an. Durch Kurzarbeit seien Tausende Arbeitsplätze erhalten worden. Auch die Jugendarbeitslosigkeit sei trotz des jüngsten Anstiegs wegen erster Erfolge der Ausbildungsgarantie für Jugendliche bis 18 Jahre die geringste in der EU. Man dürfe nicht übersehen, dass die Beschäftigung in Österreich sogar jetzt noch weiter steigt und dass jeder vierte Arbeitslose bereits einen neuen Job in Aussicht habe, schloss Hundstorfer. (Schluss)

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