Kaske zu Arbeitslosigkeit: Ausbildungsgarantie für Jugendliche rasch umsetzen

2009 Jahr der Bewährung für Arbeitsmarktpolitik der neuen Bundesregierung - auch auf EU-Ebene Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit einfordern

Wien (vida/ÖGB) - "Die negative Entwicklung am Arbeitsmarkt nimmt in praktisch allen Bereichen zu. Leiharbeitskräfte und Jugendliche sind besonders betroffen", stellte ÖGB-Arbeitsmarktsprecher und vida-Vorsitzender Rudolf Kaske am Freitag fest. "Ich fordere die Bundesregierung deshalb auf, rasch geeignete Maßnahmen zu ergreifen und vor allem die Umsetzung der Ausbildungsgarantie für Jugendliche umgehend in Angriff zu nehmen. Kein Jugendlicher darf auf der Straße stehen", betonte Kaske.++++

"Ich appelliere auch an die ArbeitgeberInnen, die Arbeitskräfte nicht zu kündigen", so der vida-Vorsitzende, "denn die tatsächliche Dauer und Schwere der Wirtschaftskrise ist derzeit nicht absehbar." "Jetzt Lösungen für die Beschäftigten gemeinsam mit den Sozialpartnern zu erarbeiten, scheint mir derzeit der vernünftigere Weg zu sein: Wenn der Aufschwung schneller als erwartet da ist, dann müssen die Betriebe gut vorbereitet sein, dann brauchen sie wieder vermehrt gut ausgebildete Fachkräfte", unterstrich Kaske.

Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 8,2 Prozent höher. Inklusive SchulungsteilnehmerInnen gab es Ende Dezember über 287.147 Arbeit Suchende. Die Arbeitslosigkeit steige in Österreich, dass die Lage ernst ist, sei unübersehbar, so Kaske. "Die Situation ist erfreulicherweise noch nicht so dramatisch, wie von den meisten Wirtschaftforschern prognostiziert. Dennoch muss sofort gehandelt werden", sagte der ÖGB-Arbeitsmarktsprecher.

2009 werde das "Jahr der Bewährung für die Arbeitsmarktpolitik der neuen Bundesregierung" werden, erklärte Kaske: "Als Arbeitsmarktsprecher des ÖGB gehe ich davon aus, dass der Finanzminister die notwendigen Finanzmittel sowie die entsprechenden personellen Ressourcen für das Arbeitsmarktservice zur Verfügung stellen wird und damit einer raschen Umsetzung der benötigten Arbeitsmarktmaßnahmen nichts im Wege stehen wird."

Die Qualität der Maßnahmen werde nicht zuletzt auch von der Sorgfältigkeit ihrer Vorbereitung und ihrer offensiven Wirkung abhängig sein, fügte der vida-Vorsitzende hinzu. Darüber hinaus seien auch auf EU-Ebene Initiativen gegen die steigende Arbeitslosigkeit dringend notwendig. "Ich appelliere an die Bundesregierung, sofort auch aktiv Maßnahmen auf europäischer Ebene einzufordern", so Kaske.

ÖGB, 2. Jänner 2009 Nr. 1

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