Der Wald schläft nicht - Führungen und Winterwanderungen in Großschutzgebieten

Rotwildfütterung im Nationalpark Kalkalpen - Auf Spurensuche im Wienerwald - Birdwatching im Nationalpark Donau-Auen

Wien (OTS) - Wenn eine dicke Schneedecke die Landschaft bedeckt
und die Temperaturen unter Null sinken, fällt der Wald nur scheinbar in den Winterschlaf. In den Großschutzgebieten der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) laden Führungen und Winterwanderungen dazu ein, die Besonderheiten der Natur im Winter zu erkunden und Beschaulichkeit und Ruhe abseits von Pisten und Loipen zu genießen. "Die Bundesforste stellen in einigen Nationalparks und im Biosphärenpark Wienerwald Flächen zur Verfügung", erklärt Georg Erlacher, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz. "Diese Großschutzgebiete sind ein wichtiger Lebens- und Erholungsraum für Mensch und Tier", unterstreicht Erlacher die Bedeutung der Schutzflächen. "Im Nationalpark Donau-Auen haben die ÖBf einen Flächenanteil von rund 50%, im Nationalpark Kalkalpen liegt er bei fast 90%", erläutert der Vorstandssprecher. Mehr als die Hälfte aller ÖBf-Flächen stehen unter Schutz, rund 26% davon sind als Natura-2000 Gebiete nominiert.

Nationalpark Kalkalpen: Bei den Hirschen im Bodinggraben

Der rund 200 Quadratkilometer große Nationalpark Kalkalpen, den die Bundesforste gemeinsam mit der Nationalpark Gesellschaft betreuen, stellt ein wichtiges Rückzugsgebiet für Rotwild dar. Früher wanderte das Rotwild im Winter in die Augebiete der Traun und Enns, wo es milderes Klima und Nahrungsmöglichkeiten vorfand. Durch menschliche Besiedelung und Straßen wurde dem Wild diese Wandermöglichkeit entzogen, sodass es in der Region erforderlich wurde, den Hirschen mit Futterstellen über den Winter zu helfen. Von einer eigenen Beobachtungsplattform im Bodinggraben bei Molln/Steyrtal können unter Begleitung eines Nationalparkjägers oft mehrere Dutzende Rotwild an den Futterkrippen beobachtet werden. Die Führungen werden vom Nationalpark Kalkalpen organisiert und von Jägern und Förstern der Österreichischen Bundesforste durchgeführt. Infos und Anmeldung unter www.bundesforste.at/kalkalpen.

Oh... Tannenbaum?! im Biosphärenpark Wienerwald

Wie Zaunkönige die kälteste Winternacht gut überstehen, warum Tannen ihre Nadeln nicht abwerfen und woran man eine Maus im Schnee erkennt, können alle Naturinteressierten bei Winterwanderungen durch den Wienerwald herausfinden. Während die ersten Tannen bereits kurz nach Weihnachten in den Sammelstellen landen, steht ihren "Nadel-Kollegen" im Wald noch ein kalter Winter bevor. Nicht alle Bäume werfen im Herbst ihre Blätter ab und reduzieren ihre Versorgung auf ein Minimum. Die heimischen Nadelbäume haben eigene Strategien gegen die Kälte und den Winter entwickelt. Welche Nadelbäume es gibt, wie man sie unterscheidet und welchen Tieren sie Schutz bieten, erfahren junge und jung gebliebene Waldbesucher bei den "Oh...Tannenbaum?!"-Führungen im Wienerwald. Infos und Anmeldung unter biosphaerenpark@bundesforste.at.

Nationalpark Donau-Auen: Birdwatching am Donaustrom

Nicht alle Vögel ziehen im Winter Richtung Süden. Der Nationalpark Donau-Auen, in den die Bundesforste den größten Teil der Flächen einbringen, bietet wertvollen Lebensraum für rund 120 Brutvogelarten das ganze Jahr über. Im Herbst kommen etliche Wasservögel aus vielen Teilen Europas an die Donau, um hier den Winter zu verbringen. Für Naturinteressierte werden auch im Winter geführte Nationalpark-Wanderungen geboten. Neben Reiher, Enten und zahlreichen Wasservögeln gibt es mit etwas Glück auch den selten gewordenen Eisvogel oder den Seeadler, den König der Donau-Auen, zu bewundern. Infos und Anmeldung unter www.donauauen.at.

"Wir freuen uns, wenn möglichst viele Menschen das Erholungsangebot in den Großschutzgebieten nützen", betont Erlacher. "Als größter Naturraumbetreuer und -bewirtschafter sehen wir es als unsere Aufgabe, Wissen aus erster Hand zu vermitteln und das Verständnis für Wald und Natur zu fördern."

Weitere Informationen und Pressefotos unter www.bundesforste.at

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