Wien im Ländervergleich Spitzenreiter bei Frühpensionierungen

Frühpension für 2 von 3 Wiener Beamten

Wien (VP-Klub) - Von den rund 900 Beamtinnen und Beamten der Stadt Wien, die im Jahr 2008 pensioniert wurden, waren es exakt 614, deren Pensionierung vorzeitig von Amts wegen oder auf Antrag erfolgte. Das heißt: rund 2/3 oder gut 65 % aller Pensionierungen waren Frühpensionierungen. 546 von den insgesamt 614 Frühpensionierungen wiederum erfolgten aus gesundheitlichen Gründen. Schlussfolgerung daraus: Arbeiten bei der Gemeinde Wien macht krank.

"Offenbar kommt die Stadt Wien ihrer Schutz- und Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern nicht nach. Der Magistratsdienst macht krank. Die SPÖ sollte sich ein Beispiel an den privaten Dienstgebern nehmen", meint ÖVP Wien Gemeinderat Wolfgang Ulm, Mitglied der gemeinderätlichen Personalkommission. Die Dramatik dieser Zahlen werde bei einem Vergleich mit den Bundesbeamten besonders deutlich. Von allen Bundesbeamten musste nicht einmal jeder 5. (nur 18 %) vorzeitig in den Ruhestand versetzt werden.

Ulm verlangt eine arbeitsmedizinische Offensive und eine Besoldungsreform, um die Wiener Beamten gesund und auf ihrem Arbeitsplatz zu erhalten. "Das Wohlbefinden der Beamten würde mit einer Besoldungsreform, die den Mitarbeitern einen Rechtsanspruch auf ihre Zulagen gibt, schlagartig und signifikant erhöht werden", ist sich Ulm sicher.

Wien im Ländervergleich Spitzenreiter bei Frühpensionierungen

Im Bundesländervergleich sei Wien, was das Thema Frühpensionierungen betrifft, absoluter Spitzenreiter, so Ulm. Während etwa in der Steiermark von 111 Pensionierungen ganze 16 , also ca. 14 %, und in Oberösterreich von 73 Pensionierungen 24, also knapp 33 %, frühzeitig erfolgen, sind es in Wien mit 65 % Frühpensionierungen 5x so viele wie in der Steiermark und immerhin noch doppelt so viele wie in Oberösterreich.

In der Steiermark liegt das durchschnittliche Pensionsalter bei 60,5 Jahren und in Oberösterreich bei 59,4 Jahren. Auf Bundesebene wird man mit durchschnittlich 60 Jahren zum Pensionisten. In Wien hingegen treten Beamtinnen und Beamte mit durchschnittlich 57 Jahren ihre Pension an.

Ulm schätzt den Schaden, der durch diese Frühpensionierungspraxis für die Stadt entsteht, auf weit über 500 Mio. Euro.

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