- 16.12.2008, 09:41:23
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Neue Heimstätte für Fritz Wotruba-Nachlass im 20er Haus
Unterzeichnung des Vertrags zwischen dem Belvedere und der Fritz Wotruba Privatstiftung / Fritz Wotruba Werknutzungsgesellschaft

Wien (OTS) - Gestern, am 15. Dezember 2008, unterzeichneten Agnes
Husslein-Arco für das Belvedere und Wilfried Seipel für die Fritz
Wotruba Privatstiftung und die Fritz Wotruba Werknutzungsgesellschaft
einen Leihvertrag: Die Stiftung und die Werknutzungsgesellschaft
stellen dem Belvedere den künstlerischen Nachlass Fritz Wotrubas als
Leihgabe für die Dauer von zwölf Jahren zur Verfügung. Das Belvedere
wird Werke Wotrubas im Rahmen von dauernden und temporären
Ausstellungen im 20er Haus präsentieren und der Stiftung und der
Werknutzungsgesellschaft Lager-, Archiv- und Büroflächen im 20er Haus
zur Verfügung stellen. Die Werknutzungsgesellschaft leistet zu den
entstehenden Kosten zur Herstellung und Ausstattung der Räume und
Flächen einen Zuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro.
Fritz Wotruba und das 20er Haus
Das 20er Haus im Schweizergarten wurde in den 1950er-Jahren von
Karl Schwanzer als Österreich-Pavillon für die Brüsseler
Weltausstellung 1958 erbaut. Fritz Wotruba wurde mit der Gestaltung
eines monumentalen Figurenreliefs beauftragt, welches vor dem
Pavillon aufgestellt wurde. Von 1962 bis 2001 diente das Gebäude als
erstes Museum für moderne Kunst in Wien. 1963 fand hier Wotrubas
erste große Retrospektive statt.
Seit 2006 gehört der Bau zum Belvedere und wird jetzt nach Plänen von
Adolf Krischanitz renoviert und adaptiert.
Fritz Wotruba Privatstiftung und Fritz Wotruba
Werknutzungsgesellschaft
Fritz Wotruba (1907-1975), der schon als junger Bildhauer im Wien
der späten 20er- und 30er-Jahre internationale Beachtung fand, prägte
nach 1945 als Künstler und Lehrer die österreichische Bildhauerei.
Nach dem Tod Wotrubas betreute seine Witwe als Erbin dessen
umfangreichen künstlerischen Nachlass. Ab 1985 führte nach dem Tod
der Witwe der Fritz Wotruba-Verein diese Aufgabe fort. 2007 übernahm
die Fritz Wotruba Privatstiftung den Nachlass des Bildhauers: rund
500 Arbeiten aus Stein, Bronze und Gips, 2.500 Zeichnungen, 1.500
druckgrafische Blätter und 14 Ölbilder Wotrubas sowie Archiv und
Dokumentation. Die Aufgabe der Fritz Wotruba Privatstiftung besteht
neben der Bewahrung und wissenschaftlichen Erschließung des
Nachlasses vor allem auch darin, die Rezeption des Werks Wotrubas mit
Leihgaben, Ausstellungen und der Förderung der wissenschaftlichen
Forschung lebendig zu halten. 2008 wurde die Fritz Wotruba
Werknutzungsgesellschaft gegründet.
Weitere Bilder unter:
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Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .
Rückfragehinweis:
Lena Maurer
Belvedere, Presse
Prinz Eugen-Straße 27, 1030 Wien
Tel.: +43 1 79557-178
mailto:[email protected]
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