• 24.11.2008, 10:54:08
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Grüne Wien: Neuer ÖBB Fahrplan bringt Verschlechterungen für PendlerInnen

Puller: "Ausdünnung der Intervalle und öfteres Umsteigen sind für PendlerInnen unzumutbar"

Wien (OTS) - Mit dem neuen ÖBB-Fahrplan, der Mitte Dezember in
Kraft tritt, kommen massive Verschlechterungen im Schnellbahn- u.
Regionalverkehr auf viele ZugspendlerInnen zu. Die ÖBB stellt
wichtige Bahnstrecken oder Bahnhöfe für Bauarbeiten "vorübergehend"
ein (so etwa gibt es durch den Hauptbahnhof-Umbau eine 3-jährige
Sperre und eine monatelange Sperre der Tullner Donaubrücke). "Dadurch
sind viele durchgehende Verbindungen nicht mehr möglich, sodass die
Fahrgäste mit langen Umsteigezeiten konfrontiert werden", ärgert sich
die Sprecheirn für den öffentlichen Verkehr der Grünen Wien, Ingrid
Puller. Besonders stark ist die Franz-Josefs-Bahn davon betroffen.
Die Züge Wien-Krems fahren außerhalb der Hauptverkehrszeit über eine
halbe Stunde länger als bisher, für die Strecke Wien-Gmünd benötigt
der Zug nun eine viertelstunde längere Fahrtzeit.

Außerdem scheint im neuen ÖBB-Fahrplan eine Intervallausdünnung in
der Hauptverkehrszeit zwischen Floridsdorf und Strebersdorf bzw.
Süßenbrunn auf. Alle Verdichtungszüge wurden aufgelassen, sodass
diese und andere Stationen ganztägig nur mehr im Halbstundentakt
erreichbar sind. Weiters sind Intervallausdünnungen zwischen Wien-Süd
bzw. Erzherzog Karlstraße und Leopoldau-Floridsdorf an Samstagen,
Sonn- und Feiertagen mit dem neuen Fahrplan ersichtlich. Der neue
Fahrplan sieht auch die Auflassung der Wochenend-Nachtzüge auf der
Schnellbahn Stammstrecke vor.

"Dies sind nur einige Verschlechterungen im Schnellbahn und
Regionalverkehr, die jedoch gravierende Verschlechterungen für die
Fahrgäste des Öffentlichen Verkehrs bedeuten. Verschlechterungen im
öffentlichen Verkehr haben aber zwangsläufig eine Erhöhung des
motorisierten Individualverkehrs in Wien zur Folge", so Puller.

Die Grünen Wien fordern die zuständigen StadträtInnen Brauner und
Schicker auf, mit den ÖBB Verhandlungen aufzunehmen, um die
monatelange oder jahrelange Sperre einzelner Bahnstrecken zu
verringern und um ganztägig durchgehende Verbindungen aufrecht zu
erhalten, damit die Fahrgäste dadurch keinem Umsteigezwang ausgesetzt
sind. Auch müssen die Verdichtungszüge auf der Strecke
Floridsdorf-Strebersdorf bzw. Süßenbrunn, sowie zwischen Wien Süd
bzw. Erzherzog-Karl-Straße und Leopoldau-Floridsdorf wiedereingeführt
werden, ebenso muss für die Wiedereinführung der Nachtzüge auf der
Schnellbahn Stammstrecke gesorgt werden.

Rückfragehinweis:
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