- 19.11.2008, 13:06:24
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GLOBAL 2000 vermisst klare Aussagen von SPAR in der Streptomycin-Debatte
Viele Fragen beim AMA-Gütesiegel offen
Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt die
von SPAR bekundete ablehnende Haltung gegenüber Antibiotika in der
Obstproduktion. Wenn aber in der Praxis stillschweigend
Antibiotika-behandelte Produkte, wie in Tirol und Vorarlberg, in den
Regalen landen, sind das kaum mehr als Lippenbekenntnisse.
Verwundert zeigt sich GLOBAL 2000 über die Aussage von SPAR, dass das
AMA-Gütesiegel eine Antibiotika-freie Produktion garantiere, zumal
diese im Widerspruch zu den eigenen Aussagen der AMA steht. Diese gab
im Frühjahr bekannt, dass auch Äpfel aus Antibiotika-behandelten
Kulturen das AMA-Gütesiegel erhalten, sofern keine
Antibiotika-Rückstände auf dem Obst nachweisbar sind. Hier erwartet
sich GLOBAL 2000 auch von der AMA eine klare Position, wie sie im
Lichte der neuen Erkenntnisse über Antibiotika-Rückstände im Obst das
AMA-Gütesiegel in Zukunft handhaben möchte.
GLOBAL 2000 vermisst außerdem eine klare Aussage über die zukünftige
Konzernpolitik von SPAR. Plant die Handelskette auch im kommenden
Jahr, Obst zu vermarkten, das potenziell mit Antibiotika-Rückständen
belastet ist oder verpflichtet sie sich nur Äpfel aus
Antibiotika-freier Produktion zu vermarkten?
Der Einsatz von SPAR für alternative Bekämpfungsmethoden gegen
Feuerbrand und für eine finanzielle Entschädigung der betroffenen
Landwirte findet volle Unterstützung von GLOBAL 2000. Denn nur ein
ganzheitlicher Ansatz, der auf alternative Bekämpfungsmethoden setzt
und auf Antibiotika verzichtet, wird für die Landwirte langfristig
die beste Strategie gegen den Feuerbrand sein.
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 Biochemiker: DI Dr. Helmut Burtscher 0699/14 2000 34
GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl 0699/14 2000 19 und Lydia Matzka-Saboi, 0699/14 2000 26, [email protected]
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