• 12.11.2008, 10:48:56
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mobilkom austria Kinderstudie 2008: Das Handy - Big Brother oder Statussymbol? - BILD

Am Podium des ROUNDABOUT KIDS im ORF KulturCafe: Bernhard Heinzlmaier, Michael Kerbler, Elisabeth Mattes und Andreas Salcher (v. l. n. r.).

Wien (OTS) - Kinderstudie 2008 von market und mobilkom austria:
Das Handy - vom Big Brother zum Statussymbol und Freizeit-Manager

Handys haben in den Händen der Kids viele Funktionen. Während
Eltern den Sicherheits- und Kontrollaspekt eines Mobiltelefons
schätzen, sehen Heranwachsende das Handy als Statussymbol, mit dem
sich die Freizeit gut gestalten lässt. Die Kids-Studie rund ums Handy
von mobilkom austria, die im Rahmen der jährlichen Kinderstudie des
Instituts market unter 505 Kindern in Österreich durchgeführt wurde,
gibt einen umfassenden Einblick in das Nutzungsverhalten der Kids.
Die wichtigsten Ergebnisse zur Handynutzung der 6- bis 14-Jährigen
wurden gestern Abend im Rahmen der Veranstaltung ROUNDABOUT KIDS
präsentiert.

"Kinder bekommen aus vielerlei Gründen ein Handy", weiß Mag.
Elisabeth Mattes, Unternehmenssprecherin mobilkom austria und
Initiatorin der seit 2003 laufenden Veranstaltungsreihe ROUNDABOUT
KIDS. "Moderne Technologien wie die Mobiltelefonie sind für die
heranwachsende Generation eine Selbstverständlichkeit. Kinder werden
mit dem Handy groß. 56 % der 6- bis 14-Jährigen besitzen ein eigenes
Handy. Unsere Verantwortung gegenüber diesen jungen Handy-Nutzern
nehmen wir sehr ernst. Aufklärung - auch wenn es um heikle Themen
geht - ist uns dabei besonders wichtig." Mit der Untersuchung des
Handy-Nutzungsverhaltens von Kindern wird in Erfahrung gebracht, wie
Kids mit dem Handy umgehen, welchen Stellenwert es in ihrem Leben
hat, und auch, welche Probleme sich rund um das Handy auftun.

ROUNDABOUT KIDS: Die Diskussionsplattform zu Kinderthemen
"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Wie viel Big Brother,
Statussymbol und Family-Manager darf ein Handy sein?" - zu diesem
Thema lud mobilkom austria gestern Abend anlässlich der Präsentation
der Handy-Kinderstudie 2008 eine hochkarätige Runde ins ORF
KulturCafe: Mag. Bernhard Heinzlmaier, Geschäftsführer T-Factory
Trendagentur, Dr. Andreas Salcher, Autor des Bestsellers "Der
talentierte Schüler und seine Feinde" und Mitbegründer der
Sir-Karl-Popper-Schule sowie Mag. Elisabeth Mattes,
Unternehmenssprecherin mobilkom austria, diskutierten unter der
Moderation von Michael Kerbler, Leiter der Ö1-Sendereihe "Im
Gespräch", brisante Fragen rund um Handy und Kinder. "Kinder sind
gerade deswegen so erfolgreich im Umgang mit den neuen Medien, weil
sie das freiwillig und selbstständig lernen, und diese Kompetenz
nicht in den Schulen mit veralterter Pädagogik in Form von
Schulfächern vermittelt wird", meinte "Schüleranwalt" Andreas
Salcher.

55 % der 13- bis 14-Jährigen mit Handy unterwegs, Kosten im Griff
Gut ein Drittel der befragten 6- bis 14-Jährigen hat das Handy immer
dabei. Weitere 42 % nehmen ihr Mobiltelefon fast immer mit. Im
Bundesländervergleich fällt die besondere Erreichbarkeit der Wiener
Kinder auf: Jedes zweite 6- bis 14-jährige Kind der Bundeshauptstadt
verlässt das Haus nur mit Mobiltelefon. Österreichweit haben unter
den 13- bis 14-Jährigen 55 % das Handy immer dabei.
Die Kosten, die ein Handy verursacht, werden zu 84 % von den Eltern
getragen. Die Kinder haben ihre Handykosten überwiegend im Griff: 7
von 10 jungen Handybesitzern geben an, noch nie Schwierigkeiten wegen
zu hoher Handyrechnungen bekommen zu haben.

Probleme mit dem Handy in der Schule entschärft
Im Vergleich zum Vorjahr wird das Handy nicht mehr so häufig in die
Schule mitgenommen. Während 2007 vier von fünf Kindern mit
Mobiltelefon in den Unterricht kamen, haben heuer nur noch 65 % das
Handy in der Schule dabei. Fast alle schalten das Gerät während der
Schule ganz aus oder stellen zumindest auf lautlos. Rund die Hälfte
der Kinder berichtet, dass das Handy vom Lehrer weggenommen wird,
wenn es im Unterricht läutet, vibriert oder wenn SMS geschrieben
werden. Mädchen verstoßen häufiger gegen die Handyregeln als Buben.
Mit Sicherheit nicht erlaubt ist das Schummeln mit dem Handy. 37 %
der Kinder, die ein Handy besitzen, kennen jemanden, der mit dem
Handy geschummelt hat. 18 % geben an, das Handy selbst schon als
unerlaubtes Hilfsmittel genutzt zu haben.
Kurzmittelungen sind beliebt: 52 % der befragten Kinder, die ein
eigenes Handy besitzen, schicken bis zu fünf SMS pro Tag. 13 %
versenden mehr als zehn. 15 % lesen und schreiben SMS auch während
des Unterrichts. Deutlich über dem Schnitt liegt Oberösterreich: Hier
tippen 38 % unter dem Unterricht in ihr Handy.

Gewalt am Handy - fast die Hälfte der Videos zeigen Bekannte
Wie schon 2007 wurden auch in der aktuellen Kinderstudie die
Erfahrungen mit Gewaltvideos erhoben. Im Vergleich zum Vorjahr kamen
2 % mehr Kinder in Berührung mit solchen Videos. 17 % der befragten
Kinder wissen um Situationen, wo Schüler von anderen Mitschülern
verprügelt und dabei mit dem Handy gefilmt wurden. Ein Gewaltvideo
auf das eigene Handy haben 6 % der Kinder bekommen. Jeder Zehnte hat
sogar schon selbst solche Szenen beobachtet, ebenso viele haben
Gewaltvideos am Handy von Freunden gesehen. Opfer einer Attacke
wurden 3 % der Kinder zwischen 6 und 14 Jahren.
Um Fehlverhalten aufzuzeigen, werden auch Lehrer von Schülern
gefilmt. 28 % der 13- bis 14-Jährigen wissen von solchen Situationen.
Erschreckend ist, dass fast die Hälfte der gezeigten Personen
Mitschüler, Bekannte aus anderen Klassen oder Lehrer sind.

Jedes vierte Mädchen bekommt das Handy als Belohnung
Die Mehrheit der befragten Kinder bekommt das Handy geschenkt. Oft
erhalten Kinder Mobiltelefone aber auch zur Belohnung für gute Noten:
24 % der Mädchen und 11 % der Buben geben an, dass sie ihr Handy für
ihre gute Leistung bekommen haben. 5 % haben ihr derzeitiges Handy
vom eigenen Taschengeld bezahlt. 78 % der befragten Kinder erhalten
Taschengeld. Der Durchschnitts¬betrag liegt bei 27,80 Euro im Monat
und damit um knapp 1,50 Euro höher als 2007. Rechnet man das
Taschengeld auf die Anzahl der Bezieher hoch, so haben die 6- bis
14-Jährigen mehr als 220 Mio. Euro im Jahr zur Verfügung.

Das Handy - Big Brother oder Sicherheitstool?
Fragt man Eltern, ab wann Kinder frühestens ein eigenes Handy
bekommen sollen, so geben sie im Durchschnitt ein Alter von 10,5
Jahren an. Die jungen Handybesitzer rufen am häufigsten ihre Eltern
und Freunde an. Jedes zweite Kind im Volksschulalter gibt an, dass es
die Eltern am häufigsten anruft. Unterschiede gibt es bezüglich des
Alters - für die älteren Kinder und Jugendlichen ersetzen die Freunde
die Eltern als wichtigste Gesprächspartner. Der Jugendforscher
Bernhard Heinzlmaier beschrieb in der kontroversiellen Diskussion
beim ROUNDABOUT KIDS die starke Ökonomisierung der Jugendkultur: "Um
heute dabei zu sein, braucht man meist Geld. Wichtig ist aber die
Qualität von Beziehungen. Moderne Kommunikationstools fördern häufig
funktionale Beziehungen, die auf einen bestimmten Nutzen ausgerichtet
sind. Starke Freundschaften werden dabei nicht selten unterlaufen."

Druckfähige Fotos vom ROUNDABOUT KIDS finden Sie im mobilkom austria
Medienarchiv unter: www.mobilkomaustria.com/medienarchiv.

Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service sowie im Volltext der Aussendung auf
http://www.ots.at .

Rückfragehinweis:
mobilkom austria AG, Mag. Vera Kraxner, Leitung Corporate & Internal Affairs
Tel: +43 664 331 27 10, E-Mail: [email protected]

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