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OTS0186   9. Okt. 2008, 13:23

Universität Wien: Topleistung in der Forschung von Massenlehre nivelliert


Universität Wien: Topleistung in der Forschung von Massenlehre nivelliert

Das World University Ranking, das die Times, Higher Education Supplement herausgibt, stellt der Universität Wien ein sehr gutes Zeugnis im Bereich der Forschung aus. Weltweltweit hält die Universität Wien in der Forschung Rang 57. Durch die Ergebnisse im Bereich der Lehre ergibt sich insgesamt aber ein schlechteres Gesamtergebnis im Vergleich zum Vorjahr. "Ohne universitäre Steuerungsmöglichkeiten sind die Universitäten international auf Grund von Massenfächern nicht konkurrenzfähig. Das Gesamt-Ranking stellt bedauerlicher Weise das Top-Ergebnis im Bereich der Forschung in den Schatten", resümiert Rektor Georg Winckler.

Die Universität Wien ist im Bereich der Forschung auf Platz 57 (Beurteilung durch wissenschaftliche ExpertInnen) gereiht. Angeführt wird das Ranking von Harvard, Yale und Cambridge. "Das ist eine sehr beachtliche Leistung der Universität Wien", gratuliert Rektor Winckler den ForscherInnen zur Platzierung. Im Vergleich zur Universität Wien haben die führenden Universitäten im Times Higher Education Ranking ein mindestens fünffach höheres Budget als die Universität Wien sowie Zugangsregelungen im Studienbereich.

Führende Universität im Bereich Forschung, Massenuniversität in der Lehre Die Studien an der Universität Wien sind für Studierende aus ganz Europa offen. Schlechte Betreuungsverhältnisse in den Massenfächern sind entscheidender Faktor dafür, dass die Ranking-Ergebnisse im Bereich der Lehre weit abgeschlagen sind. Letztere sind Hauptursache für Rang 115 im Gesamt-Ranking. Die Universität Wien schöpft ihre Möglichkeiten im Rahmen der allgemeinen Hochschulsituation in Österreich aus, um die Studienbedingungen für Studierende und Lehrende zu verbessern. Die eben beschlossenen gesetzlichen Rahmenbedingungen verschärfen die Situation; in den Massenfächern können keine Studienbedingungen geboten werden, die internationalen Standards entsprechen.

In den Massenfächern Studierende, z.B. auch Numerus-Clausus-Flüchtlinge, aus ganz Europa anzuziehen, kann nicht Ziel der österreichischen Hochschulpolitik sein. Die Politik muss die Frage beantworten, wie viele Studienplätze in den Massenfächern sie sich leisten will. Erst dann können die Universitäten auch in diesen Studien ihrer Aufgabe nachkommen, nämlich die Qualität zu sichern. "Angesichts der berechtigten Forderung des Arbeitsmarkts nach mehr AbsolventInnen in den Naturwissenschaften kann eine inneruniversitäre Ressourcenverschiebung nicht die Antwort sein", so Winckler. "Ziel muss hohe Qualität in Forschung und Lehre sein."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0186 2008-10-09 13:23 091323 Okt 08 UNI0001 0363



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M +43-664-602 77-100 12
cornelia.blum@univie.ac.at

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