• 02.10.2008, 09:19:48
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Ministerin Plassnik als Feigenblatt iranischer Fundamentalisten

Offener Brief WIZO (Women International Zionist Organisation) an Frau Bundesministerin Dr. Ursula Plassnik

Wien (OTS) - Betrifft: Frauen in Iran heute; Im Spannungsfeld
zwischen Tradition und Partizipation

Sehr geehrte Frau Ministerin,

Frauen in Iran leben und leiden unter dem
totalitär-fundamentalistischen Regime, das dort in der Gegenwart an
der Macht ist. Frauen als gleichberechtigte Partner, die für sich
selbst und für die Gesellschaft Entscheidungen treffen können, so wie
es in der Menschenrechtsdeklaration (Frauenrechte sind
Menschenrechte) geschrieben ist, werden in heutigen Iran nicht
akzeptiert. Diejenigen Frauen, die diese Freiheiten für sich
beanspruchen, landen in der Regel in Gefängnissen, wo sie oft brutal
misshandelt werden. Jedes Jahr während der Zeit, als bei der UN in
New York die Konferenz über "Status of Women" stattfindet, werden
Frauen in Iran, die anlässlich des Internationalen Frauentages ihnen
zustehenden Rechte einklagen wollen, in die Gefängnisse gezerrt.

Das Regime kann es sich nicht leisten auf den Intellekt der Frauen
und auf die Partizipation von 50% der Bevölkerung zu verzichten.
Daher werden Frauen zum Studium zugelassen, natürlich nur diejenigen,
die einverstanden sind mit diesen Regime zu kooperieren und den ihnen
"zugewiesenen" Platz einzunehmen. Ihre Präsenz an den Universitäten
und im Berufsleben, wird für Propagandazwecke gut gebraucht, um für
das fundamentalistisch-totalitäre Iran, dass die Weiblichkeit per se
ablehnt und brutal bekämpft, zu werben.

Diese Frauen wissen ganz genau, dass sie nur "bedingt" gewisse
Freiheiten "bekommen" haben und nicht, weil sie darauf im heutigen
Iran Anspruch hätten, das hat auch Nobelpreisträgerin Frau Shirin
Ebadi während eines Wien Aufenthaltes so gesagt. Bedingt - nur unter
der Bedingung, dass sie alle Einschränkungen dieses
fundamentalistischen Regimes willig akzeptieren und sich für
Propagandazwecke des Regimes benutzen lassen.

Eine iranische Ärztin, deren Referat ich bei einer medizinischen
Konferenz in Wien gehört habe, wirkte entsprechend sehr vorsichtig
und "bedeckt". Natürlich war sie nur im beschränkten Bereich, der
"Frauenwelt" tätig. Wie sie wissen, gibt es viele Juristinnen in
Iran, aber keine ist Richterin.

In Österreich, sowie in ganz Europa und Nordamerika, leben iranische
Familien, die aus dem Iran geflüchtet sind, um ihren Töchtern das
Schicksal einer Frau, die sich "fügen" muss in einer
Frauengesellschaft, deren Grenzen von der "Obrigkeit" festgelegt
sind, zu leben und ihre "Weiblichkeit" bedecken muss.

Sehr geehrte Frau Minister, Sie verleihen ihren geehrten Namen für
eine Veranstaltung, die dem iranischen Fundamentalismus eine
Plattform gibt um seine diskriminierende Frauenpolitik zu
verherrlichen und reinzuwaschen. Sie verletzen damit alle
freilebenden Frauen und ihre Rechte. Für die Frauen aus dem Iran, die
zu uns geflüchtet sind um in Freiheit zu leben, ist das wie ein Hohn.

Als Vertreterin einer Frauenorganisation, sehe ich mich davon
betroffen und protestiere dagegen heftig.

Dr. Hava Bugajer
Präsidentin WIZO (Women International Zionist Organisation)
Österreich, Vize-Präsidentin ECWF(European Council WIZO Federations)

Rückfragehinweis:
Dr. Hava Bugajer, Präsidentin WIZO (Women International Zionist Organisation), Vize-Präsidentin ECWF (European Council WIZO Federations)
Tel.: (01) 367 33 33

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