- 04.07.2008, 10:01:00
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Arbeitskräftenachfrage erreichte im 1. Halbjahr neue Rekordmarke
Tourismusberufe unter den Spitzem des Jobmarktes - Fachkräftemangel weiterhin in Metallberufen am stärksten
Wien (OTS) - Österreichs Wirtschaft sucht weiterhin dringend
Arbeitskräfte. Mit insgesamt rund 370.000 gemeldeten Stellen hat das
Arbeitsmarktservice (AMS), Österreichs größter Personalvermittler,
bereits im Vorjahr einen Höchstwert erzielt. Im ersten Halbjahr 2008
konnte das AMS die steigende Arbeitskräftenachfrage erneut in hohem
Ausmaß nutzen und den Stellenzugang weiter ausbauen. Mit insgesamt
217.603 zur Besetzung gemeldeten Stellen (plus 24.047 oder 12,4 %
gegenüber 1. Halbjahr 2007) hat das AMS einen neuen Rekordwert beim
Stellenzugang erreicht. Vom Anstieg profitierten alle Bundesländer
und Ausbildungsstufen. "Besonders erfreulich ist, dass es uns
gelungen ist, die Stellenakquisition für höher qualifizierte Personen
weiter auszubauen. So konnten unsere Mitarbeiter/innen in den
vergangenen sechs Monaten mit insgesamt rund 113.585 um 5.421 mehr
freie Stellen mit Lehrausbildungsniveau oder darüber akquirieren",
betonte Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS)
Österreich.
Das sind die Spitzen des Jobmarktes
Im ersten Halbjahr 2008 gab es eine starke Arbeitskräftenachfrage in
Tourismusberufen: Die absolut meisten Stellenzugänge gab es für
Kellner/innen (insgesamt 14.584, plus 1.675 oder 13%), gefolgt von
Stellen für Reinigungskräfte (insgesamt 9.820, plus 2.230 oder 29,4
%) und Gaststättenköchinnen und Gaststättenköchen (insgesamt 9.257,
plus 923 oder 11,1 %). Die Zahl der gesuchten Hilfsarbeiter/innen lag
bei 8.122, ging jedoch gegenüber dem Vorjahr leicht zurück (minus 6
oder 0,1%). Im Vergleich zum Vorjahr wurden um 9,9 % mehr
Warensortierer/innen (insgesamt 7.529, plus 681) gesucht. Ebenfalls
unter den TopTen finden sich Kochgehilf/inn/en (6.546, plus 813 oder
14,2 %), Lagerarbeiter/innen (insgesamt 6.514, plus 1.164 oder
21,8%), Kraftfahrer/innen (5.974, plus 641 oder 12 %),
Verkäufer/innen (insgesamt 5.697, plus 589 oder 11,5 %) und
Elektroinstallateur/e/innen (insgesamt 5.539, plus 745 oder 15,5%).
Stärkster Fachkräftemangel weiterhin in den Metallberufen
"Entscheidend für die Definition der Fachkräftemangelberufe ist die
Stellenandrangsziffer, die das Verhältnis der am Monatsende beim AMS
verfügbaren freien Stellen zu den vorgemerkten Arbeitsuchenden
wiedergibt. Wenn in einem bestimmten Beruf auf eine Stelle weniger
oder gleich 1,5 Arbeitsuchende kommen, so besteht Fachkräftemangel",
erklärte Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS). Unter
den Berufen mit dem größten Fachkräftemangel fanden sich auch im
ersten Halbjahr verschiedene Berufe aus dem Metallbereich. Den
stärksten Fachkräftemangel gab es bei den Fräser/innen (d.h. 1,5mal
so viele offene Stellen wie Arbeitsuchende), den Schweißer/innen und
den Dreher/innen. Unter den zehn Berufen mit dem größten
Fachkräftemangel waren im ersten Halbjahr auch Schlosser/innen,
Techniker/innen für Maschinenbau und Elektroinstallateur/e/innen.
Schulungsoffensive "Projekt 20.000" und neue Programme im
Herbst
Besonders stark ist der Fachkräftemangel in den Metallberufen. Um den
Unternehmen trotzdem die gesuchten Fachkräfte vermitteln zu können,
hat das AMS die Schulungsoffensive "Projekt 20.000" gestartet. Mit
diesem Projekt, das bis Mitte 2009 läuft, bildet das AMS insgesamt
20.000 Fachkräfte im Metallbereich aus. Dabei werden Schulungen mit
Lehrabschlüssen, wie Facharbeiterintensivausbildungen für Erwachsene,
aber auch Ergänzungskurse in einzelnen Fachbereichen angeboten, die
das berufliche Einsatzspektrum erweitern, wie beispielsweise Kurse
für technisch versierte Hilfsarbeiter/innen, die zu Schweißern und
Schweißerinnen ausgebildet werden. "Im Herbst werden wir zusätzliche
regionale Qualifizierungsprogramme zur Bekämpfung des
Fachkräftemangels in weiteren Berufsbereichen starten", so Kopf
abschließend.
Rückfragehinweis:
Dr. Beate Sprenger AMS Österreich Tel.: (01) 33 178 - 522 Fax: (01) 33 178 - 151 mailto:[email protected] http://www.ams.at
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