- 16.06.2008, 14:23:17
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Bischof Scheuer fordert gerechtere Familienpolitik ein
Innsbruck, 16.6.08 (KAP) Der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer hat
eine gerechtere Familienpolitik eingefordert. Die "strukturelle
Rücksichtslosigkeit, die in der Gesellschaft gegenüber Familien
besteht", müsse dringend durch nachhaltige und zukunftsorientierte
Maßnahmen beseitigt werde, so Scheuer. Der Bischof äußerte sich am
Sonntag bei der Familienwallfahrt der Diözese Innsbruck, die auf dem
vor fünf Jahren errichteten Friedensweg zum Möserer See und zur
Friedensglocke führte.
"Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, wie es mit dem leistbaren
Wohnraum für junge Familien ausschaut, wie Erwerbsarbeit mit der
Familie vereinbar ist, welche Bildungschancen jungen Menschen
eröffnet werden", so Scheuer wörtlich. In einer umfassenden
Familienpolitik müsse es darum gehen, die in der Familie erbrachten
Leistungen als unverzichtbar für das Wohl der gesamten Gesellschaft
auszuweisen und in ein möglichst gleichrangiges Verhältnis zu den in
anderen sozialen Systemen erbrachten Leistungen zu bringen.
Der Bischof rief zugleich die Familien zu Haltungen auf, die zu mehr
Frieden und Gerechtigkeit in der Welt führen. Als Beispiele nannte
Scheuer die gegenseitige Wertschätzung, mehr Zeit für das gemeinsame
Gespräch, das Teilen, gemeinsames Gebet und die Pflege der
Gemeinschaft von Jung und Alt. Es sei wichtig, dass es keinen "Crash"
der Generationen und der Geschlechter gebe, so Bischof Scheuer.
(ende)
K200805530
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