"KURIER"-Kommentar von Andreas Schwarz: Was Sache sein sollte

Beim Pflege-Chaos weiß jeder, was zu tun wäre - warum nicht gemeinsam?

Wien (OTS) - Neues Jahr, altes Prozedere: In Sachen Pflege weiß jeder Politiker jeweils ganz unterschiedlich, was Sache ist, nur die Betroffenen wissen’s nicht. Der eine Landeshauptmann will die abgelaufene Amnestie für illegale 24-Stunden-Pflege für ein paar Wochen verlängern; der andere will das für ein Jahr und Strafen aus eigener Tasche zahlen; der Dritte zahlt mehr Pflegeförderung und will nicht strafen; und der Finanzminister hat seine Behörde angehalten, wegzuschauen. Fehlt nur noch, dass in diesem Wettbewerb einer auf Alfred Gusenbauers Nachhilfe-Populismus zurückgreift und selbst als Hausbetreuer geht. Und das neue Pflegemodell? Wird dank dieser Kakophonie nicht angenommen. Und die viel größere Pflegeproblematik insgesamt? Wird nicht heute oder morgen, aber übermorgen gelöst, sagt der Wirtschaftsminister. Wie wär’s eigentlich, wenn sich die zuständigen Minister, Landespolitiker und Sozialexperten ab sofort ein Mal die Woche zusammensetzen, bis sie eine Lösung gefunden haben? Diese gemeinsam präsentieren? Und die gilt dann? Das sollte Sache sein - ist aber offenbar zu viel verlangt von Politik.

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